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ſo wenig, daß ſie den Kaiſer wider Willen in dieſe Sicher⸗ heit gewiegt hatten.
Am 7. Mai*)(Neuhauß berichtet„am 15. Mai“), erſchien in Frankfurt der kaiſerliche Obriſt Konrad von Hanſtein mit einem Schreiben Carls V. de dato Inns⸗ bruck den 25. April 1552, worin derſelbe dem Rath empfoh⸗ len wird. Der Kaiſer hatte ihm anbefohlen, ein Regiment Kriegsknechte und ein Regiment Reiſige anzunehmen. Da der Biſchof und Kurfürſt von Mainz, Sebaſtian von Heußen⸗ ſtamm, welcher von Trient zurückgekehrt war und die Schritte des Domkapitels nicht billigte, die angeworbenen Söldner wieder entlaſſen hatte, ſo eilte Konrad von Hanſtein mit dem kaiſerlichen Kriegskommiſſär Wolf Haller von Haller⸗ ſtein, welcher kurz zuvor von Magdeburg zurückgekehrt war, nach Mainz und warb 5 Fähnlein Fußgänger und 400 Reiter. Das 6te Fähnlein hatte bereits Dienſte bei dem franzöſiſchen Könige Heinrich II. genommen.
Hanſtein führte die geworbenen Kriegsknechte nach Aſchaffenburg und ſtellte neue Werbungen an. Er brach aber bald von dort auf und ſchlug in Bergen ſein Werbe⸗ bureau auf, mit dem er immer näher an die Stadt heran⸗ rückte. Er hatte bald 15 Fähnlein Fußgänger und 600. Reiter zuſammengebracht und wandte ſich, da Wolf Haller den Sold nicht regelmäßig auszuzahlen vermochte, an den Rath der Stadt um Vorſchüſſe. Dieß veranlaßte den Rath, ſich in einem Schreiben an den Kaiſer zu wen⸗ den und ihm vorzuſtellen,**) daß die Stadt ſich nicht im Stande fühle, die Gelder aufzutreiben, da ſie in den gegen⸗
*) Vergl. das Schreiben des Rathes vom 14. Mai bei Lersner II. S. 480.
**) Lersner II. S. 480.


