burg, Bremen, Reutlingen, Heilbronn, Memmingen, Lindau, Kempten, Isny, Biberach, Windsheim, Augsburg, Frank⸗ furt am Main, Eßlingen, Braunſchweig, Goßlar, Han⸗ nover, Göttingen, Einbeck, Hamburg und Minden.
Gegen den Schmalkaldiſchen Bund rüſtete ſich Carl V. insgeheim(1546). Er gewann den tapferen Herzog Moritz von Sachſen, welcher ein Vetter des Kurfürſten von Sachſen und der Schwiegerſohn des Landgrafen von Heſſen war, deßgleichen die Markgrafen Johann und Albrecht von Bran⸗ denburg und den Papſt. Moritz von Sachſen war zwar Proteſtant, aber kein Glied des Schmalkaldiſchen Bundes. Sobald die Schmalkaldiſchen Bundesglieder merkten, Carl's Rüſtungen könnten ihnen gelten, ſuchten ſie dem Kaiſer zuvorzukommen. Allein obwohl ſie ein bedeutend ſtärkeres Heer unter dem tapferen Feldhauptmann Sebaſtian Schärtlin an der Donau aufgeſtellt hatten, ſo ließen ſie doch den günſtigen Moment vorübergehen. Die Uneinigkeit und Unentſchiedenheit der proteſtantiſchen Fürſten retteten den Kaiſer. Da erhielt plötzlich der Kurfürſt von Sachſen die Nachricht, ſein Vetter Moritz ſei vom Kaiſer mit der Voll⸗ ziehung der Reichsacht gegen ihn beauftragt worden und habe Kurſachſen bis auf Wittenberg, Gotha und Eiſenach erobert. Jetzt hielt es den Kurfürſten nicht mehr bei ſeinen Verbündeten; er eilte heim, ſein Land wieder zu erobern. Sein Abzug bewog die Verbündeten auseinander zu gehen, worauf der Kaiſer mit leichter Mühe ſeine Truppen an ſich zog und ganz Oberdeutſchland ſich unterwarf.
Als die Häupter des Schmalkaldiſchen Bundes auf ihrem Rückzug nach Frankfurt kamen, fragte ſie der Rath, welcher für das Wohl der Stadt ſehr beſorgt war, wie es mit dem Bunde, ſtehe und welcher Hülfe man ſich zu getröſten habe. Da aber der Landgraf von Heſſen die


