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dem Reime nicht allzu genau genommen hat und zuweilen noch reine Assonnanzen anwendet. Man findet da Verse, die reimen auf„iez: iex“(consaliez: Niex) fo 113b—„ons: on“
(glotons: marson) fo 112 b—„ent: ant: ans: ens“(vengement: vailant: graus: porpens) fo 1174a—„eis: ex: el: és und selbst auf iez“(remeis: mortex: mortel: tornés: piez) fo 115a— fo 1172a liest man in derselben Tirade„mie: ville“—„larde: age“— fo 12a
„jor: felon“— fo 128b„Sarrazins: forbis“— fo 132a„haie: fuite“— fo 132a„harnais: gaillars“ etc.
Adenet hingegen reimt mit der grössten Genauigkeit, Vocale und Consonanten sind überall conform. Da sind in einer Tirade nur Verse auf„ai“, in einer andern nur solche auf„ent“ oder„ant“ etc. zu finden.
Weiter hat Adenet in der Aufeinanderfolge der Tiraden ein seltsames Verfahren eingeschlagen. Er lässt nämlich auf eine männliche Tirade eine weibliche, auf denselben Vocal reimende, folgen, so dass nach einer Tirade auf„ai“ eine auf„aie“, nach einer auf „er“ oder„oing“ eine auf„ere“ oder„oingne“ kommen muss. Doch ist Adenet sich hier- bei nicht getreu geblieben, denn er gebraucht männlich und weiblich gereimte Tiraden, die nicht in dem eben bezeichneten Verhältniss zu einander stehen.
Mannliche Tiraden, auf welche Adenet keine auf denselben Vokal reimenden weib- liche folgen lässt, sind die Tiraden„25, 45, 71. 89, 109, 124“ welche auf„ies“ ausgehen; „26, 85, 104, 112, 124“ auf„ant“ ausgehend:„27, 42, 68, 87, 105“ mit dem Ausgang auf„es“;„28, 52, 88, 121“ auf„ons“;„29, 44, 82, 106, 113, 122“ auf„a“;„69“ auf„us“:; „70, 86“ auf„ans“. Die weiblichen Tiraden, welche nicht auf denselben Vokal der vorher- gehenden männlichen Tiraden ausgehen, sind:„53% auf„ie“;„117“* auf„arde“;„118“ auf „age“;„I119“ auf„aire“.
Auf einige dieser männlichen Reime hätte Adenet wohl weibliche, auf denselben Vokal reimende, folgen lassen können, bei den andern hingegen ist es nicht schwer zu er- rathen, warum er seinem Verfahren untreu wurde.
Die männlichen Tiraden, auf welche weibliche mit demselben Vokal folgen, sind: „17, 34, 46, 62, 74, 98, 129, 116“ auf„6“;„I15, 64, 83, 96, 107, 114“ auf„ier“;„I1, 21, 30, 50, 78, 102% auf„ent“;„19, 38, 60, 80, 94, 127“ auf„is“;„23, 40, 56, 66, 76, 92“ auf„i“*; 36, 48, 58, 72, 131“ auf„u“;„3, 54, 100“ auf„er“,„7, 32, 110“ auf„on“;„I“ auf„ai“;„5“ auf„ain“;„9“ auf„oi“;„I3“ auf„oing“.
Die Anzahl der Verse der Tiraden im Originale ist sehr verschieden. Es giebt Tiraden mit 7(fe 113 b), Tiraden mit 106(fe 118 b) Versen.
Die Tiraden Adenet's hingegen sind gleichförmiger; sie sind weder so lang noch so kurz als die des Originals. Die kürzesten(fo 193 b) haben in der Regel 16, die längsten (fe 185a) etwa 90 Verse. So hat Adenet die Zahl der Tiraden in seinem Beuves de Com- marehis auf 132, gegen 80 des Originals gebracht.
Der Verifasser des Siége de Barbastre, ein talentvoller Mann, war mit wahrem poetischen Gefühl begabt und hatte alle Eigenschaften zum Dichter. Die Form jedoch lag ihm nicht so sehr am Herzen. Seine Verse sind zwar gereimt, doch zuweilen mit Assonnanzen untermischt. Die Erklärung hierzu ist in der Zeit zu suchen, in welcher das Gedicht entstand. Es war die Uebergangsperiode der Assonnanz zum Reime.


