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Adenet getreu dem: „Se de nului sai mal, trestout quoi m'en tairai.“ findet eine solche Schwäche für einen Helden wie Aimeri nicht passend. Er unterdrückt daher diese Stelle und lässt Hermengart einfach ihren Gatten auffordern, Bovon mit allen Rittern zu Hülfe zu eilen, während sie mit ihren Damen die Stadt schützen würde: „Quant irés envar l'amustant en sa tente, Nous garderons la vile, chascune s'en presente.“(f' 1822)
Der Verfasser des Originals lässt die unbändige Natur Gerart's bei dem Vorwurfe der Feigheit sich nicht so bald beruhigen, sondern, nachdem er den Vater verlassen, giebt der Ritter seinem Ingrimm noch freien Lauf. Nach Adenet benimmt der junge Edelmann sich manierlicher. Denn als er mit seinem Bruder Guielin allein ist, sucht er sein Betragen diesem gegenüber zu entschuldigen:
„Moult s'en blasme en son cuer et forment sien repent.“
Malatrie handelt im Originale wie die Frauen der alten chansons de geste, indem sie naiver Weise ihren Gefühlen unmittelbaren Ausdruck giebt und den Malaquin direct zu Gerart sendet. Bei Adenet erräth Flandrine die Gedanken ihrer Herrin und bietet sich als Vermittlerin an:
„Muis ni a nule d'eles qui sache son lalant,
Fors sans plus une seule qui se va percebanl,
Que amours Da saisie pour faire son commant. Flandrine avoit a non, fille du roi persant.(f' 197a)
In der Bearbeitung Adenet's tritt Guillaume mehr in den Vordergrund, während er im Originale wie die übrigen Nebenfiguren behandelt ist. So verbietet f 180 b Aimeri seinen Rittern aufzubrechen, bevor Guillaume den Befehl dazu gegeben habe:
Seignor, dist Azmeris, d'une chose vous proi, Qu'il n'i ait si hardi qui parte de conroi, Dusqu'a tant que Guillaume vous en donra Potroi.“ fo 189 eilt Guillaume nach Laon zu Louis, dessen Hülfe zu erbitten etc.
Den Kaplan Richier des Originals macht Adenet fo 186 zum Erzbischof, der f' 190 a
an der Spitze seiner normannischen Brüder kämpft:
„Et Rischiers Parcevesque et ses freres normans.“ Im Originale giebt Aimeri zehn Rittern den Ritterschlag, während bei Adenet
Gerart und Guielin mit noch hundert andern zu Rittern geschlagen werden.
Ausser Hermengart wird bei Adenet fo 183 b auch Raimondine, die Verlobte Renaut's, von den Sarazenen gefangen genommen.
fo 183 b sucht Adenet den Eifer Clarion's, sich taufen zu lassen, dadurch zu er- klären, dass er ihn von einer christlichen Mutter geboren werden lässt.
Nach dem Autor des Originals bemächtigen sich die Franzosen ganz einfach der Schätze der„Mahomerie;“ bei Adenet, fo 1872a, beansprucht Richier dieselben für die Kirche-
Bemerkt wurde schon, dass die beiden Gedichte in Alexandrinern und einreimigen Tiraden geschrieben sind, die mit einem sechssilbigen Verse schliessen. Vergleicht man ihre Versifikation, so sieht man bald, wie in dem Siége de Barbastre der Dichter es mit


