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Beuves de Commarchis. ¹)
Ich habe schon bemerkt, dass in der Handschrift das Gedicht„Beuves de Com- marchis“ unvollendet ist. Die Erzählung hört da auf, wo Gerart sich auf die Einladung der Prinzessin nach ihrem Zelte begibt Bis zu dieser Stelle hat Adenet 3775 Verse gegen 3100 des Originals.(Das Manusscript, welches wir besitzen, ist ohne Zweifel nach dem Dictat geschrieben. fo 184a findet sich folgender Vers: Contre trestout le mont seroit
envain dans XX. tensee. Man sieht alsbald, dass der Schreiber anfangs„seroit dans XX.“ für
„eroit envain“ gehört hatte.)
Adenet hat den Inhalt des Originals fast genau wiedergegeben. Die grössere Verszahl bei ihm rührt von Folgendem her:
Er giebt Erklärungen, wie er seinen Gegenstand behandeln will.
„Ce est que des preudomes volentiers parlerai: Se d'aus sai aucun bien, je le recorderai, Se de nului sai mal, trestout quoi m'en tairai; Ainsi le doit on faire, et ainsi le ferai.“(fo 179a) „Pour ce qu'est mal rimee, la rime amenderai. Si adroit que Pestoire de riens ne fausserai.“(fo 179a) Den Verlauf der Erzählung unterbricht er häufig durch Bermerkungen wie: „Mais d'aus vous laisserons a parler ja ici, De Corsolt vous dirons qui ot le cuer mari.“ etc.(ſo 1875)
Er bringt einmal eine neue Scene: fo 180 b hat er eine Tirade eingeschoben, welche eine Beschreibung der Stadt ²) Barbastre giebt und einen Strassenkampf erzählt, wovon im Original nichts zu finden ist.
Er erzählt uns, wie er sich das Manuscript verschafft habe, welches die„vraie histoire“ enthalte:
„A Saint Denis ³) en France la droite voie alai, A un moine courtois sagement m'acointai; Dans Nicholas ot non, car je li demandai. Destoires anciennes enquis et encerchai Oue je la vraie estoire avoec moi emportai.“(fo 1792)
¹) Commerey in Lothringen? Adenet schreibt„Commarchis“, im Original kommt auch, Commarcis“ vor.
²) Hier besteht Barbastre aus nur einer Strasse fo 190 nennt Adenet den Fluss, an welchem Barbastre liegt,„Sore“.
³) Van Hasselt in der Einleitung zu Cléomadès stimmt mit der„Histoire Littéraire de la France, tome XX p. 683 L Paulin Paris)“ überein, welche die Ansicht ausspricht, Adenet habe in der That Saint-Denis häufig besucht, um nach alten Handschriften zu forschen. Wir wissen aber auch, dass die Trouveres oft nur angaben, den Stoff zu ihren Productionen aus einem alten Manuscripte irgend eines Klosters geschöpft zu haben, um dadurch glaubwürdiger zu erscheinen.
Mag auch Adenet in Saint-Denis nach alten Handschriften gesucht haben, so muss man sich doch huten, dem Dichter aufs Wort zu glauben. fo 180 d sind die Verse:


