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In Fouque de Candie(éd. Tarbé p. 15) werden die Söhne Bovon's„Gui und Guielin“ genannt. Hier reimt p. 101 die Stadt des Bovon auf„ois“— Commarchois. Auf derselben Seite findet sich auch die Form Commarchiés. Herbert, der Verfasser des Fouque, erwähnt auch p. 160 Girart de Commarchis.
Hieraus ersieht man, dass der Held der Belagerung von Barbastre in den meisten Liedern von Wilhelm genannt wird.
Barbastre war auch Wolfram von Eschenbach bekannt. Schon vor seinem Wille- halm(wo 329, 15 man dem Namen Berbester begegnet) spielt er auf Barbastre im Titurel Str. 42 an(vor 1216):
Mahaute hies sin muoter, Ehlrunates swester, des richen phalenegräven, den man nant ie der starken Berbester.
Adenet, der Schützling der Herzöge Heinrich III. und Johann I. von Brabant, wurde um das Jahr 1240 daselbst geboren. 1269 finden wir ihn an dem Hofe des Grafen Gui de Dampierre von Flandern, in dessen Gefolge er den Kreuzzug von 1270 mitmachte und dann Sicilien und Italien durcheilte. Wenig wahrscheinlich ist, dass Adenet Marie von Brabant begleitete, als diese Prinzessin 1274 Philipp dem Kühnen vermählt wurde; denn nachweislich stand Adenet noch 1275 und 1276 im Solde Gui's de Dampierre. Uebrigens sagt er auch in seinem Gedichte les Enfances Ogier:
„Ce liore vueil envoger Marie.“
Ferner finden wir am Ende seines letzten Gedichtes„Cléomadès“ den Beweis, dass
er damals noch dem Hofe Gui's de Dampierre angehörte. „Et[Dier] gart le bon conte Guion De Flandres, cui loer doit on; Car en lui maint, par vérité, Fois et honnour el charité; Eit certes, se d lui n'estoie, De la bonté plus parleroie De lai et de ses bons enfans, Et cui loiautes est manans. A tant m'en vueil ore passer. Li biens se sara bien moustrer. Lui et les siens Diex garder vueille Et tous à Samour les acueille.“
Aus diesen Zeugnissen geht hervor, dass Adenet Blanche von Brabant nicht nach Paris gefolgt ist. Wahrscheinlich aber begleitete er seinen Herrn einmal nach jener Stadt und wurde der jungen Königin vorgestellt. Nichts berechtigt in dessen zu der An- nahme, Adenet habe je den Dienst der Grafen von Flandern verlassen.(Siehe hierüber van Hasselt„Li Roumans de Cléomadès“ par Adenès li Rois, Introduction). Was die Zeit von Adenet's Tode betrifft, so beziehe ich mich auf denselben Autor, der in dem eben angeführten Buche sagt:
„M. Paulin Paris, dans Pexcellente notice qu'il a consacrée à Adenès et à laquelle 1*


