Stellung*) der Ausdrücke sublatio und positio angewendet) der erste Teil besteht aus zwei, der
folgende aus einer Länge— Der UIktus steht dort wie hier auf dem größeren Semeion.**) Aber welchen Formen der Jonici entsprechen diese Molosser? Das zeigt das 10. Kapitel de rbythmo p. 42, 19 mit völliger Klarheit: ionicus dπ ⁴⁵εεόεεονοε... ionicus&XAσσννοο... erit itaque in his disemos arsis ad tetrasemon thesin... seu contra. Der zuerst genannte Jonicus a maiore hat
also die disemos arsis und die tetrasemos thesis, den zweizeitigen beginnenden und den vierzeitigen schließenden Taktteil, der Jonicus a minore contra, d. h. nach dem Ergebnis der oben durchgeführten Variation beim Jambus und Trochäus die tetrasemos arsis und die disemos thesis. Jener hat die Rorm Wo, dieser„ der Iktus steht in beiden auf dem umfangreicheren Taktteil ' u betonen ist aber auch bei Marius Victorinus, daß die zu den Namen der Füßse hinzugesetzte Erklärung über die Stellung der langen und kurzen Silben nur das äußerliche Schema betreffen und die rbythmische Einteilung nicht berühren. Dasselbe ist mit der Benennung a maiore und a minore selbst der Fall, die erst in alexandrinischer Zeit angewendet wurde und mit den Ausdrücken amphibrachys und amphimacer zusammengestellt werden kann. †)
Aber es bleibt die Frage, ob wirklich im 10. Kapitel de rhythmo die Ausdrücke sublatio (arsis) und positio(thesis) dasselbe bedeuten, wie im 9., von dem bisher die Rede war, und im 11. Kapitel ††). Eigentlich sollte man es meinen; Westphal behauptet das Gegenteil; v. Jan stimmt ihm zu, ohne Angabe der Gründe. Ein Satz aus dem 10. Kapitel kann schon das Richtige aufzeigen. Vom hemiolischen Geschlechte heißt es p. 42, 27 hemiolium enim dicunt numerum, qui tantundem habeat quantum alius et dimidium amplius, ut si compares tres et duo: nam in tribus et duo et eorum dimidium continetur. quod cum evenit, trisemos arsis ad disemon thesin accipitur, id est tres partes in sublatione habens, quas in positione, seu contra. Wäre nach Westphal die Terminologie
des Aristoxenus hier zutreffend, so würde die rhythmische Anordnung des Creticus—[., die des Bacchius— sein: 3 zeit. dοοσσςσ: 2 zcit. Seoος. Die Umkehrung wäre nach dem beim Trochäus und Jambus gefundenen Resultate— e und, 2 7zcit. A⁶: 3 zeit. B. Man vermitßt hier- bei die gewöhnlichsten Formen, beim Greticus G%. beim Bacchius—, welch letztere auch
pei Aug. mus. IV, 14 vorausgesetzt wird. Allerdings kehrt Westphal gr. Rh. p. 225 anders um:
—— 2:„. 7.— 2 po. 9 e 2 - 3 zceit.&: 2 zeit. S, seu contra, O 3 zeit. 2: 2 zeit. G.
O=
Dann muftte er aber auch bei den Jonikern, in denen nach den unmittelbar vorhergehenden Worten eine disemos arsis ad tetrasemon thesin steht, nach diesem Prinzipe wechseln: 2 zeit. à: 4 zeit. 9, seu contre 2 eit. 2: 4 zeit. A.
O=U—
Das hat er p. 226 nicht gethan und konnte es nicht thun, seine Annahme ist also hinfällig.
*) Im andern Falle wäre zweimal ganz dieselbe Einteilung mit vollständiger Umtauschung der Benennung gebraucht worden.
) Wenn es p. 41, 12 vom Amphibrachys heißt: amphibrachys, in quo duae breves, media longa est, in arsi tria, in thesi unum tempus accipiet, rursusque arsis unum, thesis tria sibimet vindicabit, non simpli nec dupli seu sescupli, ut in reliquis, ratione diducta, quippe cum tribus temporibus unum vel contra unum tribus insequentibus repugnare videatur, so müßste nach W. bei der Vertauschung der Fuß ꝗ——(arsis unum, th. tria tempora) sich ergeben, der keine Wahrscheinlichkeit für sich hat.
*r*) Diomedes p. 506 K läßt den Jonicus a minore mit aufgelöster zweiter Länge aus Anapäst und Pyrrhichius bestehen.
†) Damit nicht etwa jemand auf den Gedanken komme, bei Mar. Vict. p. 89, 16 Jonicus a maiore... constat... ex duabus longis subiectis sibi totidem brevibus sei subicere vom Anfügen des Geringeren(hier also der rhythmischen Thesis) an das Wichtigere gebraucht, so verweise ich auf§ 11 desselben Kapitels p. 91, 9 cum repetita identidem vice breves longis aut contra brevibus longae subiciuntur.
†t) Bezüglich des 11. Kapitels kann kein Zweifel sein: p. 45, 3 Siquidem in iambo arsis primam brevem, in trochaeo autem longam habeat incipientem.


