Aufsatz 
Der Jonicus a maiore
Entstehung
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Die den Creticus betreffende Stelle lautet p. 41, 2: et in cretico nunc sublatio longam et brevem occupat, positio longam; vel contra positio longam et brevem, sublatio unam longam: prout syllaba se obtulerit, id fiet. Sie ist für Caesars Auffassung auf den ersten Anschein nicht günstig. Denn die Um- kehrung des Pußes,[= mützte in seinem Sinne durch die Worte sublatio unam longam, positio brevem et longam ausgedrückt werden. Er hält daher die nach vel contra stehenden Worte für ein Glossem oder will bei positio statt longam et brevem brevem et longam lesen. Dieses Verfahren ist bedenklich. Zudem verliert der von ihm gegen Westphals Vertauschung der Taktteile( und

C geltend gemachte Einwand, daß dann bei dem gleichbleibenden Verhältnis von 3: 2 im Bau der beiden Kretiker kein Unterschied sei, seine Bedeutung, wenn man den Fuß aus dem ersten und vierten Päon entstanden sein läßt( CS= und OCSS). Daß dies angenommen werden kann und trotzdem die Gliederung= die richtige ist, ergiebt sich schon daraus, daß nirgends bei den alten Metrikern sich eine Andeutung davon findet, daß der starke Paktteil auch weniger Moren enthalten könne als der schwache. Gegen Jans Behauptung, daß in Caesars Sinne die positio nicht an erster Stelle stehen könne, wäre die Stelle bei Pompeius p. 124, 15(vom Trochäus und Jambus) puta ista pars, arsis, habet duo tempora, thesis unum, aut thesis duo, arsis unum durchaus beweis- kräftig, wenn es sich bei Marius Victorinus nur um chiastische Stellung der Ausdrücke arsis und thesis und nicht auch um Anderung des Textes handelte. Trotzdem ist weder etwas zu ändern noch etwas auszustoßen. Wie ist der Metriker bei Aufstellung der zweiten Formen zu Werke gegangen? Wie er bei der Angabe der Grundform von links nach rechts gehend zuerst die Mehrzahl der Silben, die Länge und Kürze, als Taktteil Uezeichnet, sodann die verbleibende Länge als eben solche, beginnt er bei der zweiten Form am Ende des Schemas und nimmt nach vorn gehend auch hier zwei Silben gegen eine als Semeia des Fußes. Genau so verfährt er im folgenden beim Bacchius und seiner Umkehrung: in bacchiis etiam haec divisio est. nam bacchius a brevi incipiens in sublatione semper brevem et longam retinet, in positione longam CBei der Umkehr von rechts nach links sollte eigentlich wieder die Mehrzahl der Silben, die zwei Längen, gegen die Kürze stehen. Aber das geht nach dem Wesen des genus sesquialterum nicht, ne in quadruplum ratio temporum protendatur, si duae longae adversus unam brevem copulentur: nur so erklärt sich dieser Zusatz in ungezwungener Weise. Nun ergiebt sich notwendig bei der entgegengesetzten Form für den ersten, Gfür den zweiten Teil des neuen Pußes: palimbacchius autem in sub- latione longam(habet), in positione longam et brevem. Nach Westphals Auffassung hätte im Palim- bacchius die sublatio, der starke Teil, stets nur die kleinere Zahl r Moren, die positio, der schwache, immer die größere. Das ist kaum glaublich. Der Creticus teilt sich in Wirklichkeit in 8 und O, die Bacchien in COoeA und 0, der Iktus steht auf dem auch dem äußeren Um fang nach größeren mπρνασαναεον.

Ich komme nun zu demjenigen Teile des Kapitels, der für das jonische Maß von besonderer Wichtigkeit ist. Die Stelle über den Molossus p. 41, 9 ist oben ausgeschrieben. Nach Westphal wäre also entweder; oder, u teilen. Das letztere wäre möglich; aber das erstere hießze nichts Anderes als daß im Jonicus a maiore, den jene Form des NMolossus vertritt, stets die erste zweizeitige Länge als die gute Zeit dem vierzeitigen Daktylus als der schlechten gegenübersteht. Diese Schlußfolgerung zu ziehen unterläßt allerdings Westphal. Seine rhythmische Gliederung der Jonici in Rh. p. 226 ist wenigstens eine andere; von ihr hernach. Ist dagegen sublatio der erste, Positio der zweite Taktteil, so stellt sich die Sache folgendermaßen: der vorangehende Taktteil hat

eine Länge, der folgende zwei, oder(denn der Netriker hat wie oben chiastische