(od. iuga) vitis et umus uti simul eant aus Daktylen mit schliefßzendem Pyrrhichius bestehen lassen; es seien vielmehr Choriamb, Jonicus a maiore mit aufgelöster 1. Lünge und Jambus verbunden. Falsch ist auch diese Gliederung, aber sie lasen flaägella ligäs ita. In gleicher Weise ersehen wir in mus. IV, 14 bei dem Alcaicum enneasyllabum silvae laborantes, geluque trotz der unrichtigen Einteilung das damals übliche Iktenverhältnis in den Bacchien; die als Palimbacchius bezeichneten Anfangssilben silode la und der als Bacchius betrachtete Schluß des Verses gelüque erhalten nach der richtigen Auf- fassung genau dieselbe Betonung.
Den Prosodiacus O zerlegt Hephästion c. 15 p. 49 W in Jonicus a maiore
⏑ e— ½⏑ ν und Choriamb. Das ist falsch, aber die Hervorhebung der zweiten Silbe ist ersichtlich.—
Was die lateinischen Metriker anlangt, so läßzt Marius Victorinus in Ausführung der Lehre von der syllabice parauxesis die Joniker aus dem Molossus, in Wahrheit ihrem Stellvertreter,*) ent- stehen: Ars gram. I 11 de pedibus p. 46, 16 Keil: molossum[eum] duoque trium tetrasyllaborum parentem pedum in promptu est cernere. nam divisa prima eius longa ionicum αν ‿σωνοο. tertia ionicum&ππ ⁴μμεεςαονο, media choriambum gignit. Wie diese Stelle, so behandeln die Worte im Kapitel de pedibus p. 47, 25 K.. praeeuntibus duabus longis subiectae dune breves, veluti spondeo pyrrichius adnexus, ionicum αm μειιονοο procreabunt, ut Demetrius. rursus mutato temporum situ, cum breves in prima sede, in secunda autem longae constituutur, id est byrrichio spondeus ingatus, ionicum Arτ ⁴ςισονε gignit, ut Diomedes— lediglich das äußzere metrische Silbenschema und tragen zur Auf- hellung der rhythmischen Verhältnisse nicht bei. Ich habe sie deshalb, hergesetzt, weil sich wie oben bei den griechischen Metrikern, so auch in der weiteren Darstellung bei Marius Victorinus und anderen lateinischen Grammatikern noch eine groſie Anzahl ganz ähnlicher Stellen finden, die deshalb sämtlich unberücksichtigt bleiben können.
Auf die rhythmische Einteilung gehen aber die Sätze aus dem Kapitel de arsi et thesi p. 40 27 in duplo autem iambus, trochaeus, tribrachys, molossus: horum onim duplex subläatio, simplex bositio est, vel contra, und in weiterer Ausführung dieser allgemeinen Bemerkung in demselben Kapitel p. 41, 9 molossi ratio aeque duplex: nam idem valent duo contra duattuor, sicut quattuor adversum duo, ut modo sublatio unam langam habeat, positio duas, nunc positio unam, sublatio duas longas. Dazu kommt die Erklärung aus I 10 de rhythmo p. 42, 19 eadem et in ionicis metris dupli ratio versatur: nam lonicus Amνπ eεiεovos incipit a duabus longis et in duas desinit, breves; ionicus autem àαν 4⁴σσνες a brevibus incipiens in longas desinit. erit itaque in his disemos arsis ad tetrasemon thesin, quia unam partem in sublatione habent, quas in positione, seu contra. Diese Angaben mögen wie auch das Ubrige aus verschiedenen Quellen kompiliert sein. Es ist, jedoch wohl zu beachten, daß sich zahlreiche Zurückverweisungen auf schon Behandeltes vorfinden(de pedibus p. 46, 4. II 8 p. 89, 17 und 89, 22); die Darstellung entbehrt daher nicht des Zusammenhanges.
Im Gegensatze zu Aristides Quintilianus rechnet Marius Victorinus die Joniker richtig zum doppelten Geschlechte. In ihnen steht entweder eine zweizeitige Arsis einer vierzeitigen Thesis gegen- über oder umgekehrt. Hier aber erheben sich sofort die Fragen: Was bedeuten bei Marius die Aus- drücke arsis und thesis, sublatio und positio überhaupt und insbesondere in den Kapiteln de arsi et thesi und de rhythmo, und was will er mit dem angefügten seu contra sagen? Ist ihm die Arsis der schlechte Taktteil, die Thesis der gute, wie die griechischen Rhythmiker die Ausdrücke gebrauchen? Oder ist ihm nach dem Gebrauche der übrigen lateinischen Metriker die Arsis immer der erste Teil des Fußzes, der 79ν ˙½ᷣꝙ1[Qᷣ μυμεμνοσ, sei er stark oder schwach, die Thesis in allen Füllen der
*) Daneben ist der Molossus allerdings auch in Dodonäischen Tempelliedern als selbständiger Puß zu fortlaufender Rhythmopöie benutzt worden, Schol. IIeph. p. 133 W.


