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Seesen am Harz zu übernehmen. Beiden danken wir auch an dieser Stelle für ihre ersprießliche Thätigkeit an der Schule und wünschen ihnen in dem größeren Wirkungskreis, in welchen ein jeder von ihnen übergegangen ist, dieselben glücklichen Erfolge, die sie hier zu verzeichnen gehabt haben. An die Stelle des Herrn Dr. Philippson trat Herr Julius Bornstein, ein an der Realschule der Israelitischen Gemeinde bereits bewährter Lehrer.— Zu unserm lebhaften Bedauern wird uns mit Ende des laufenden Semesters der Senior unseres Lehrerkollegiums, Herr Wilhelm Dietz, verlassen. Nachdem er schon am 2. Januar 1886 unter Anteilnahme des ganzen Kollegiums seinen 70. Geburtstag gefeiert, bat er im Laufe dieses Jahres um seine Pensionierung, welche ihm von den städtischen Behörden unter Anerkennung seiner ersprießlichen Wirksamkeit gewährt worden ist. Seit dem 1. April 1873 Lehrer der Ausländerklasse an der Wöhlerschule, hat er es in seltenem Maße verstanden, den großen Schwierigkeiten dieser Stellung gerecht zu werden, viele junge Leute aus wohl allen Ländern der civilisierten Welt in deutsche Arbeit und deutsche Wissenschaft eingeführt und dadurch wesentlich zur Verbreitung des guten Rufes der Wöhlerschule auch in weiter Ferne beigetragen. Wie oft haben wir jüngeren Männer uns an seiner geistigen Frische und körperlichen Plasticität gelabt; er war uns allen stets ein Vorbild in treuer Pflichterfüllung und friedlicher Kollegialität. Von Herzen wünschen wir dem verdienten Arbeiter nun auch eine Reihe von Jahren sorgenloser Ruhe und ungetrübten Glückes im Schoße seiner Familie. Sein Nachfolger wird sein Herr Dr. Ludwig Eichelmann, bisher am Hasselschen Institut, welcher zu- nächst zum wissenschaftlichen Hülfslehrer an unserer Schule ernannt worden ist.— Ostern 1886 beendete Herr Georg Klinkert, Herbst 1886 Herr Dr. Osten das Probejahr; beide verblieben der Anstalt als wissenschaftliche Hülfslehrer. Ostern 1886 begann Herr Dr. Jänicke. Herbst 1886 Herr Eugen Cnyrim das pädagogische Probejahr. Als außerordentliche wissenschaftliche Hülfs- lehrer wurden außzerdem der Schule zugewiesen Ostern 1886 Herr Heinrich Becker, welcher früher an der Wöhlerschule, und Herbst 1886 Herr Edmund Sittig, welcher früher an der Bockenheimer Realschule das Probejahr absolviert hatte. Es besteht demnach das Kollegium der Wöhlerschule aus 40 Lehrern.
Während der Abfassung dieses Berichtes wird uns die freudige Kunde, daß die städti- schen Behörden eine unserer Hülfslehrerstellen in eine ordentliche Lehrerstelle verwandelt und diese neue Stelle der II. Gehaltsklasse eingereiht haben. Wir sind den städtischen Behörden für diesen Beweis ihrer Fürsorge um so dankbarer, als dies der erste Fall ist, dat an den hie- sigen Realgymnasien, welche, abgesehen von dem Direktor, bisher nur Stellen III. bis VIII. Gehaltsklassen hatten, eine solche II. Klasse kreiert worden. Die Einstellung dieser neuen Stelle in den Etat für 1887/88 hat ein Avancement des Lehrerkollegiums von der VII. Klasse an auf- Wärts zur Folge gehabt; in die frei gewordene Stelle VII. Klasse ist der bisherige Hülfslehrer Herr Tack eingerückt.
Während im Sommer 1885 an den hier eingerichteten Turnspielen nur 87 Schüler sich beteiligt hatten, stieg die Zahl der Teilnehmer während des Sommers 1886 erfreulicher Weise auf 265. Diese spielten Mittwoch Abends auf dem großen Spielfelde an der Eschersheimer Landstraße in drei Abteilungen, eine ältere(I und II) unter Herrn Oberlehrer Dr. Weber, eine mittlere(III und IV) unter Herrn Bangert, eine jüngere(V und VI) unter Herrn Tack. Die Teilnahme war eine recht rege; während 1885 der durchschnittliche Besuch des Spielfeldes bei 87 Schülern 48,25% betrug, belief er sich 1886 bei 265 Schülern auf 56%. Keinmal während des ganzen
Sommers fehlten beim Spiel in der älteren Abteilung 15, in der mittleren 17, in der unteren 19,


