Aufsatz 
Über Strabos Geographica, insbesondere über Plan und Ausführung des Werkes und Strabos Stellung zu seinen Vorgängern
Entstehung
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veranstaltet. Auf das von den 260 Kinderstimmen recht herzlich angestimmte»Nun danket alle Gott« folgte die Festrede des Herrn Kollegen Haase, welche von den Schriftworten:»Seine Augen waren nicht dunkel und seine Kraft war nicht verfallen« ausgehend, auf unsern Kaiser hinwies und erst in kurzen Zügen das Leid Seiner Jugend, dann in warmen Worten die großen Erfolge Seines Alters zeichnete. Möge Gott der Allmächtige dem erhabenen Monarchen, dem Schirmherrn im Krieg wie im Frieden, noch manches Jahr geistiger wie körperlicher Rüstigkeit gewähren, zum Sesen unseres Vaterlandes, zum leuchtenden Vorbild für unsere heranwachsende Jugend!

Das laufende Schuljahr begann am 3. Mai 1886 und schließt am 2. April 1887. Außer den üblichen Ferien fiel der Unterricht aus am 20. Mai 1886, an welchem Tage die einzelnen Klassen unter der Führung ihrer Lehrer Ausfliüge in die Umgegend machten, die Oberprima und die Ausländerklasse ausnahmsweise sogar bis nach Heidelberg, welches wegen des damals bevorstehenden Universitätsjubiläums das ganz besondere Interesse der älteren Schüler in Anspruch nahm. Das herrliche Frühlingswetter, dessen wir uns an diesem Tage zu erfreuen hatten, trug ganz besonders zum Frohsinn der wanderlustigen Jugend bei. Außerdem mußte im Sommer an 6 Tagen(10., 16., 24., 30., 31. August und 3. September) der großen Hitze wegen zum Teil schon um 10 Uhr morgens freigegeben werden; am 13. und 17. Januar 1887 fiel nachmittags zu Gunsten des Schlitt- schauhlaufens der Unterrichts aus.

Am 2. September 1886 begingen wir die Erinnerung an den Tag von Sedan; Herr Kollege Orth sprach über die Bedeutung dieses Tages und legte insbesondere die Berechtigung zur Feier desselben als des Gründungstages des neuen deutschen Reiches dar.

Während des abgelaufenen Schuljahres hatten wir zwei Abiturientenpräüfungen; bei dem mündlichen Teile der ersten, am 4. September 1886, führte Herr Provinzial-Schulrat Dr. Loh- meyer, bei der zweiten, am 21. März 1877, der Direktor den Vorsitz; beiden wohnte als Ver- treter des Kuratoriums Herr Konsistorialrat Pfarrer Dr. Ehlers bei. Am 23. und 24. No- vember 1886 fanden, nachdem vorher die Angelegenheit in den einzelnen Anstalten in Fachkonferenzen behandelt worden war, unter Vorsitz des Herrn Provinzial-Schulrat Dr. Lahmeyer seitens der Direktoren und je eines Fachlehrers des Gymnasiums, der Musterschule und Wöhlerschule, sowie des Herrn Professor Gillhausen als jetzigen Herausgebers der Perthesschen Lehrbücher für den lateinischen Unterricht Beratungen statt, in welchen die Modifikationen festgestellt wurden, die sich für dieselben durch die während der letzten fünf Jahre aus dem Schulunterricht gemachten Er- fahrungen als notwendig herausgestellt hatten. Herr Professor Gillhausen sagte die Berücksichtigung der gewonnenen Resultate schon für die nächste Ostern 1887 in Aussicht stehende Auflage zu.

Mit tiefem Schmerze berichten wir über das Hinscheiden von vier vortrefflichen und liebens- würdigen Schülern: während der Sommerferien wurden uns der Obertertianer Otto Tillmanns und der Untertertianer August Frank, zu Anfang der Weihnachtsferien der Obersekundaner Herbert, Hart, und am 28. März der Quartaner Karl Guberan durch den Tod entrissen. Sie v waren, ein jeder in seiner Klasse, den Mitschülern ein Vorbild in Strebsamkeit, Fleit und Geborsam; ihr An- denken wird daher in den Herzen ihrer Gefährten wie ihrer Lehrer fortleben.

Im Lehrkörper der Schule fanden folgende Veränderungen statt: der an der Wöhlerschule mit nur einigen Stunden beschäftigt gewesene wissenschaftliche Hülfslehrer Herr Muller ging Ostern 1886 an die Klingerschule über zur Verwaltung einer vollen Lehrerstelle; um dieselbe Zeit ver- ließs uns Herr Dr. Philippson, welcher seit Michaelis 1882 mit einem Teil des jüdischen Religions- unterrichtes an der Wöhlerschule betraut gewesen war, um die Direktion der Jacobsonschule in