Aufsatz 
Über Strabos Geographica, insbesondere über Plan und Ausführung des Werkes und Strabos Stellung zu seinen Vorgängern
Entstehung
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Freiwilligkeit unbedingt zu bewahren sei: Sonn- oder Feiertage seien dazu nicht zu verwenden; insofern dabei die Aussetzung des lehrplanmäßigen Unterrichtes erfordert werde, habe der Direktor die Ermächtigung, für die- selbe Klasse innerhalb eines Schuljahres zweimal den Nachmittagsunterricht, oder einmal den Unterricht eines ganzen Schultages ausfallen zu lassen.

5. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium empfiehlt unter dem 16. Dezember 1886 die von dem Major a. D. von Stamford neu herausgegebene und bis 1866 fortgeführte Geschichte von Hessen von Dr. Chri- stian Röth, als besonders geeignet zur Anschaffung für Lehrer- und Schülerbibliotheken.

6. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium teilt unter dem 4. Januar 1887 mit, der Herr Unterrichts- minister habe durch Erlaß vom 21. Dezember 1886 mit Beziehung auf den an den höheren Schulen noch immer hier und da hervortretenden Unfug verbotener Schülerverbindungen aufs neue darauf hingewiesen, daß durch sorgfältige Überwachung aller Schüler, besonders der mittleren und oberen Klassen, durch fleißige Hausbesuche bei den auswärtigen, durch rechtzeitige Warnung der Eltern oder deren Stellvertreter bei einheimischen und aus- wärtigen Zöglingen und durch sonstige sofortige geeignete Einwirkung dem gedachten verderblichen Unwesen zu steuern sei. In diesem Sinne solle künftighin verfahren und die gemachten Beobachtungen und Erfahrungen in den periodischen Verwaltungsberichten ühersichtlich zusammengestellt werden.

7. Auf den Antrag des Direktors genehmigt das Kuratorium der höheren Schulen unter dem 9. Feb- ruar 1887 bis auf weiteres, daß die Aula der Wöhlerschule höchstens viermal im Jahre zu musikalischen, insbesondere instrumentalen Schüleraufführungen vor Zuhörern aus dem Kreise der Angehörigen der Schüler benutzt werde; der Direktor hat über den Verlauf dieser Sache Ostern 1888 zu berichten.

8. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium übermittelt unter dem 4. März 1887 zufolge Erlasses des Herrn Ministers der geistlichen etc. Angelegenheiten vom 15. Februar 1887 Abschrift einer Verfügung vom 30. De- zember 1886 betreffend die unbefugten Aufgrabungen der Überreste der Vorzeit, Stein- und Erdmonumente, Gräberfelder u. s. w. aus rõmischer, heidnisch-germanischer oder unbestimmbar vorgeschichtlicher Zeit, sowie die Verschleppung der dabei gewonnenen Fundstücke, zur Kenntnisnahme und sinngemäßen Nachachtung bezüg- lich der Grundstücke der Schule.

9. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium teilt unter dem 12. März 1887 eine Cirkular-Ministerial- Verfügung vom 25. Februar 1887 mit, welche darauf hinweist, daß, nachdem durch Cirkular-Erlaß vom 25. Juni 1883 die Behörden und Beamten des Unterrichts-Ressorts Anweisung erhalten hätten, der Bestellung von Papier für ihren Bedarf das Ries zu 1000 Bogen als Einheit zu Grunde zu legen, es sich empfehle, diesen Zählungs- modus auch in den Schulunterricht einzuführen. Das Königliche Provinzial-Schulkollegium ordnet für die höheren Lehranstalten, sowie die Schullehrerseminare seines Verwaltungsbezirks das Erforderliche an, und wird insbesondere bei der Prüfung von Rechenbüchern für die Aufnahme des neuen Modus Sorge tragen.

IlI, Chronik der Schule.

Noch erfüllt von dem erhebenden Eindrucke, den die am 22. März 1887 in unserer Aula stattgehabte Feier des neunzigsten Geburtstages Sr. Majestät unseres hochverehrten Kaisers und Königs auf die ganze Schule gemacht, stellen wir den Bericht über dieses Jubelfest an die Spitze unserer diesjährigen Chromk. Die oberen Klassen hatten es sich nicht nehmen lassen, unsere schöne Aula zu diesem Tage mit Fahnen und Kränzen in sinnigster Weise zu schmücken; des Kaisers Büste thronte in einer Gruppe herrlicher Pflanzen und Lorbeerbäume. Mit von Strophe zu Strophe anschwellender Lust und Begeisterung sang die Schule das«Gebet für Deutschlands Kaiser und Reich«; die Festrede war dem mit dem Eisernen Kreuz dekorierten Herrn Kollegen Wiegler übertragen, der als einer der Streiter von 1870]/71 damals im Kampf um die höchsten Güter unseres Volkes eine schwere Verwundung davon getragen hat. In inhaltreichem und von patriotischem Geiste beseelten Vortrage that er einen Rückblick auf das vielbewegte Leben des Heldengreises und ließ darin die außerordentliche Größe der unter Gottes mächtigem Beistande erreichten Erfolge in kriegerischer und friedlicher Thätigkeit in helle Beleuchtung treten. Da der Raum der Aula eine Hinzuziehung der Vorschule nicht gestattete, so wurde für diese eine besondere Feier