Aufsatz 
Über Strabos Geographica, insbesondere über Plan und Ausführung des Werkes und Strabos Stellung zu seinen Vorgängern
Entstehung
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XVI 3, 4 C 766, ebenso diejenigen in Magnesia und Ephesus nach Größe, Bauart und Kunstschätzen XIV 1, 40 GC 647. Eine gewisse Fülle der Anführungen schien mir in diesem Punkte notwendig zu sein, um sein Verfahren als ein beabsichtigtes zu erweisen; einige wenige Notizen in dem umfang- reichen Werke würden den Charakter der zufälligen Erwähnung an sich tragen.

Zur Beurteilung der Frage, welche Bedeutung das oben behandelte Kartennetz für Strabo ge- habt habe, ist der bei der Kritik der Eratosthenischen Sphragiden von demselben ausgesprochene Grundsatz wohl zu beachten, daß einer durch den Zufall bestimmten Zerlegung in Teile(*αρ⁴ι εμέεσοσ ropu.. rO⁴⁴ς.. G krre) eine Scheidung nach Gliedern( νααα³ uεos rou⁵⁷) weit vorzuziehen sei. Denn die letztere berücksichtige das, was natürliche Umgrenzung habe(rεευσνσαρν ovτα pvoν⁵ν) und bewirke durch Heranziehung von Gebirgen, Flüssen, Meeren, zuweilen auch von ver- wandtschaftlich oder sprachlich zusammengehörenden Völkern und Völkerkomplexen, also durch physische Grenzen, ein scharf bezeichnetes und wohlumgrenztes Ganze(πναμεέαιέ ες lαν ενπμιειριμοιςσσσοων II 1, 30 0 83). See, Strom und Gebirgzeichnet und gestaltet« das Land(7εeν υιε IV 1, 11 GC 185, Tννααρᷣ ασsqνρμιεεο I 5, 17 C 120). Europa ist mehr als alle Erdteile»vielgestaltig« (zοαοσνν,μονᷣOᷣnͥν tdυm.Q☛α), Afrika ist das gerade Gegenteil, Asien steht in der Mitte II 5, 18 0 121. Und das sind ihm nicht bloß schön gesprochene Sätze, die weiterhin in den Hintergrund treten, sondern die physische Beschaffenheit des Landes ist für ihn auch sonst vielfach die Grundlage der weiteren Ausführungen. Neben Angaben über Lage, Gestalt, Größe, Grenzen und allgemeinste Ein- teilung bildet gewöhnlich der oro-hydrographische Teil den Ausgangspunkt für das ganze bei einem Erdraum vorgeführte Material(V 1, 1 ff. 209 fl., XV 1, 11 ff. C 689 fr., XV 3, 1 flf. 0 727 fl., XVII 1, 2 ff. C 786 ff.) Dazu kommt die Beschreibung der Küste und ihrer Formation. Ich sehe nicht, daß die besten modernen Lehrbücher der Geographie, die die eigentliche Länderkunde be- tonen, es anders gemacht hätten. In Betreff der Reichhaltigkeit und Zuverlässigkeit des Stoffes kann selbstverständlich von einer Vergleichung nicht die Rede sein. Durch den Charakter der benutzten Quelle oder die Dürftigkeit der Nachrichten bestimmt, macht Strabo in diesem Gange der Darstellung allerdings eine Ausnahme(Griechenland und kleinasiatische Westküste¹) nordische Länder). Von

¹) Nach Nieses scharfsinniger und überzeugender Untersuchung(Rh. Mus. Bd. 32, S. 267 ff.) hat Strabo für Buch 8(Peloponnes), 9 und 10(Mittelgriechenland und die Inseln), 12 c. 3 ff., 13 und 14(Kleinasien), für das zum Teil verlorene 7. Buch, soweit es von thracischen und päonischen Völkerschaften handelte, und für ein- zelne Teile des 1. Buches(homerische Fragen) den Kommentar des Apollodor zum Schiffskataloge Homers benutzt und den Charakter dieser grammatisch-geographischen Quelle durch die Vernachlässigung der Gegenwart und dic ausführliche Behandlung der früheren Zeiten, durch häufiges Abspringen auf Homerisches und durch die reiche Zugabe grammatischen Stoffes bewahrt. Es mag dahingestellt bleiben, ob Strabo in Buch 12 14 nicht neben Apollodor den hier viel häufiger als im 8. 10. Buche citierten Demetrius von Skepsis ausgezogen habe. Wenn aber Niese glaubt, daß Apollodor im 1. Buche von c. 2§ 23(soll wohl heißen§ 24) an benutzt sei, so dürften mannigfache Spuren doch schon auf eine frühere Benutzung dieser Quelle hinweisen: I 1, 25 C 2 f. Homers Ansichten über die Inselgestalt der Okumene und die äußersten Länder im Westen und Süden, vergl. die Er. klarung des Namens Erember;§ 6 Krates wird citiert, in diesen Fragen der Gegner Aristarchs, der Apollodors Lehrer war, Heraklits Erwähnung geht sicher ebendahin zurück;§ 7 des Krates Erklärungsversuch von Ebbe und Flut bei Homer;§ 8 Fortsetzung der Oceanusfrage, die sicherlich von den Auslegern ebenso im Zusammen- hang behandelt worden war, wie nach Niese a. a. O. S. 286 der große Exkurs über die Kureten im 10. Buche auf Apollodor zurückgeht; I 2, 4 C 17 des Odysseus Darstellung bei Homer;§ 6 der Exkurs über Poesie und Prosa, der, soweit er nicht Strabos Eigentum ist, recht sehr an eine grammatisch-litterarische Quelle erinnert; ebenso vieles aus§ 7 9 über homerische Fabeln;§ 20 die Vergleichung des Dichters auf geographischem Ge- biete mit den Tragikern, deren Kenntnis auch sonst bei ihm durch Apollodor vermittelt erscheint; der Exkurs