Aufsatz 
Über Strabos Geographica, insbesondere über Plan und Ausführung des Werkes und Strabos Stellung zu seinen Vorgängern
Entstehung
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Thracier und der Trojaner XIII 1, 21 C 590, der Galaterstämme XII 5, 1 C 567, über Sprache und Körperbildung der Armenier, Syrer und Araber I 2, 34 C 41, über Körperbeschaffenheit der Gallier und Britannier, dieser und der Römer IV 5, 2 C 200; Germanen und Celten werden in Hinsicht auf Volkscharakter, Lebensweise, äußeren Wuchs und Haarfarbe verglichen VII 1, 2 C 290.

Aukßerordentlich häufig sind die vergleichenden Bewerkungen über Sitten und Gebräuche der Völker. So spricht er über die Kampfesweise der Gallier und Spanier IV 4, 2 C 196(»denn in Heerhaufen und gauzer Masse vordringend, wurden sie(die Celten) in Heerhaufen aufgerieben; hingegen die Iberer schonten ihrer Kraft und zerstückelten die Kämpfe, indem einige hier, andere dort nach Räuberweise kämpften«), der kaukasischen Albaner und Armenier XI 4, 4 C 502, über Bewaffnung der Celten und Illyrier VII 5, 4 CG 315, ¹) Tättowierung der Illyrier und Thracier ebendaselbst, über grausame Gewohnheiten der Thracier und Seythen, Celten und Iberer III 4, 17 C 164 f., Anthro- bobhagie in Jerne und Scythien IV 5, 4 C 201, Behandlung der Kranken bei Iberern und Agyptern III 3, 7 C 155, Totenbestattung bei Assyrern und Agyptern XVI 1, 20 C 746, Hochzeitsgebräuche bei lberern und Hellenen III 3, 7 C 155, über den Gebrauch geprägten Geldes bei Dalmatiern und Barbaren überhaupt VII 5, 6 C 315, Kleidung der Thessalier und Armenier, dem Klima ihres Landes eutsprechend XI 14, 12 C 530. Auch sonst findet sich noch über das ganze Werk hin zerstreut eine grotze Anzahl von Notizen über einzelne gleiche oder ühnliche Züge in Charakter, Lebensweise, Beschäftigung, Wohnung, Tracht u. s. w. der Völker, daneben auch allgemeine Andeutungen über die Stellung derselben zueinander. Einschlägiges lesen wir z. B. auf 8S. C 154, 155, 164, 171(Setzen von Grenzsäulen), 200, 401, 513, 515, 517, 531(Pferdezucht und Reitkunst bei Thessaliern und Me- dern), 701, 732, 746, 753.

Städte werden mit einander verglichen in Hinsicht ihrer wichtigen und vorteilhaften Lage (Alexandria und Ravenna V 1, 7 C 213, die Städte Agyptens und mancher Teile Indiens, in den Flußzniederungen auf Hügeln gelegen, XV 1, 18 C 692), nach ihrer Bauart(8XVI 2, 23 6 756 Ara- dus und Tyrus), ihrer Befestigungsweise(IX 1, 15 C 395 Munychia und Rhodus), ihrer Verfassung und Verwaltung(XII 8, 11 C 575 und XIV 2, 5 C 653 Rhodus, Massilia, Karthago, Cyzikus), ihrer Volksmenge(VI 2, 3 C 268 Messana, Catania, Tauromenium, III 5, 3 C 169 Gades und Rom), ihres Handelsverkehrs(III 2, 6 C 145 Rom, Dicäarchia und die Turdetanischen Häfen) und ihrer Be- deutung für Kuust und Wissenschaft(XIV 5, 13 C 673 Alexandria, Athen und Tarsus).

Eine specielle Vorliebe, von der noch weiterhin die Rede sein wird, hat Strabo für genaue Beschreibung der Götterkulte und stellt auch auf diesem Gébiete Vergleichungen an: so bei der Besprechung des Kultus der Seléne im pontischen und großkappadocischen Komana XII 3, 32 C 557, desjenigen der Demeter und Kore in Britannien und Samothrace IV 4, 6 C 198, des Gottesdienstes der Perser, Meder und Armenier XI 14, 16 C 532, der thracischen und phrygischen Kulte X 3, 16 C 470, der Ceremonien der Feueranbeter in Kappadocien und Persien XV 3, 15 G 733, der Zeichendeuter bei Griechen, Römern, Assyrern, Persern, Indiern, Geten u. a. XVI 2, 39 C 762. Die Tempel zu Tyrus und Aradus im persischen Meerbusen und die der gleichnamigen phönicischen Städte findet er ähnlich

*) Wie ausführlich auch sonst Strabo die Bewaffnung der Völker beschreibt, zeigt III 3, 6 C 154:»Die Lusitanier, sagt man, sind hinterlistig, tüchtig im Aufspüren, hurtig, leicht, gewandt im Angriff. Sie tragen einen kleinen, im Durchmesser zweifüßzigen, vorn ausgebogenen Schild, der an Riemen hängt denn Ringe oder Hand- griffe hat er nicht, außerdem einen Dolch oder Säbel. Die meisten haben Leinwandpanzer, wenige bedienen sich der Kettenpanzer und Buschhelme, die übrigen nur der Riemenhelme. Das Fußvolk trägt auch Beinharnische. Jeder führt mehrere Wurfspieße, manche auch eine Lanze mit eherner Spitze.