Aufsatz 
Über Strabos Geographica, insbesondere über Plan und Ausführung des Werkes und Strabos Stellung zu seinen Vorgängern
Entstehung
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bauung ihrer Städte hauptsächlich auf Schönheit und Festigkeit, Häfen und eine fruchtbare Gegend Rücksicht nahmen, so haben die Römer besonders das bedacht, Was jene unbeachtet ließsen, die Pfiaste- rung der Straßen, die Wasserleitungen und die unterirdischen Abzugsgrüben, die den Schmutz aus der Stadt wegführen. Auch des Landes Straßen pflasterten sie, nicht scheuend die Abtragung der Hügel und die Ausfüllung der Niederungen« u. s. w.; über die Küste Illyriens und die italische Gegenküste: »das ganze illyrische Küstenland hat das Glück sehr hafenreich zu sein, sowohl am Ufer des Fest- landes selbst, als auch auf den nahen Inseln, während das entgegengesetzte italische Ufer arm an Häfen ist. Warm aber und fruchtbar sind beide gleichermaßen, denn sie tragen Oliven und treffliche Reben. Trotz solcher Vorzüge wurde die illyrische Küste früher verachtet, vielleicht aus Unkunde ihrer Trefflichkeit, aber mehr noch wegen der Wildheit der Bewohner und ibrer räuberischen Lebens- weise. Das ganze über ihr liegende Land ist gebirgig und kalt« u. S. W. VII 5, 10 G 317.

In Bezug auf Größe oder äußere Gestalt werden miteinander verglichen: der thracische Chersones und der Peloponnes VII 4, 5 C 310, der persische Meerbusen und der Pontus Euxinus XVI 3, 2 C 766, dieser und das Kaspische Meer nach Patroklus XI 7, 1 C 508, die Adria und Italien V 1, 3 C 211. Weiter werden wegen ihrer Erzeugnisse, die oft im einzelnen aufgezühlt sind, gegen- übergestellt: Italien und Gallia Narbonensis IV 1, 2 C 178, ersteres und Sicilien VI 2, 7 C 273, Melitene und Kommagene in Kleinasien(Fruchtbäume und Wein) XII 2, 1 C 535, Karmanien und Persis XV 2, 14 C 726; in Bodenbeschaffenheit und Klima sind sich ühnlich Lakonien und Messenien VIII 5, 6 G 366, in ersterer Hinsicht Catanias Umgebung und die lydische Landschaft Katakekaumene (vulkanische Asche) XIII 4, 11 C 628, das tarentinische und brundisische Gebiet VI 3, 6 C 282, Se- leucia-Pieria und Rhodus(erdpechhaltige Weinbergserde) VII 5, 8 C 316 und Akarnanien, Ktolien und Thessalien(Pferdeweiden) VIII 8, 1 G 388. Es werden weiter verglichen: Arabien und Indien (Sommerregen und zweimalige Ernte XVI 4, 2 C 768, diese Lünder und Athiopien in Klima, Wasser- reichtum und Produkten XV 1, 22 C 695, die Küsten Lyciens, Pamphyliens und des rauhen Ciliciens in ihrer Oberflächenform und dem Einflusse derselben auf die Bewohner XIV 3, 2 C 664. Strabo stellt die periodischen durch Nil, Euphrat und indische Flüsse bewirkten ÜUberschwemmungen uud ihre Folgen für Landesbeschaffenheit und Thätigkeit der Einwohner nebeneinander XV 1, 19 C 692 f. und XVI 1, 9 C 740, ebenso das Mündungsgebiet des Po und des Nil(Kanäle und Dämme) V 1, 5 C 212, die fortschreitende Deltabildung bei Nil und Pyramus in Kleinasien XII 2, 4 C 536, die Be- wässerung des kaukasischen Albaniens und Babyloniens XI 4, 3 C 502. Als ähnlich in ihren Strom- verhältnissen werden Araxes in Armenien und Peneus(chemaliger Durchbruch gegen das Meer) in XI 14, 13 C 531, Polytimetus in Sogdiana und Arius im Lande der Arier(versiegende Wüstenflüsse) in XI 11, 5 C 518 bezeichnet; der Lacus Fucinus und der sicilische Amenanus haben intermittierende Quellen V 3, 13 GC 240. Landesprodukte der verschiedensten Art werden namentlich hinsichtlich ihres Wertes einander gegenübergestellt: Pferde aus Arkadien, Argolis, Epidaurus VIII 8, 1 G 388 solche der Celtiberer und Parther III 4, 15 C 163, diese wieder und die berühmten nisäischen XI 13, 7 C 525; Wolle aus dem phrygischen Laodicäa und aus Milet in Hinsicht auf Weichheit und Farben- glanz XII 8, 16 C 578, solche von Mutina, Ligurien und Patavium aus ähnlichem Grunde V 1, 12 G 218, die apulische und die tarentinische VI 3, 9 C 284, die turdetanische und die koraxische III 2, 6 C 144, attischer und kalymnischer Honig X 5, 19 C 489, Weihrauch aus Arabien und Per- sien, arabische und indische Kassia XVI 4, 25 C 782, griechischer und kappadocischer XII 2, 1 C 535, sicilischer und italischer Wein VI 2, 3 C 268.

Was die Landesbewohner anlangt, so finden wir vergleichende Angaben über die Sprache der