13 stehenden Kreises, d. i. eines Meridians begrenzt wird(II 5, 5 C 112). Welches von den beiden so gebildeten Vierecken der nördlichen Hemisphäre die Ökumene umfaßst, ist gleichgültig. Aber auch jenes rerodrevgov wird durch»die bewohnte Welt« noch nicht zur Hälfte ausgefüllt(II 5, 6 C 113). Es geht der»wegen der Hitzo unbewohnte« Erdgürtel mit 8800 Stadien Breite— vom Aquator an gerechnet— und 126,000 Stadien größter Länge ab— Strabo nimmt mit Hipparch den Aquator zu 252,000 Stadien an—; es kommen ebenso im Westen und Osten die vom Meere bedeckten Flächen in Abzug, da auch die Untersuchung des Oceans ihm aus dem Gebiete der Geographie herausfällt. In das verbleibende längliche Viereck(II 5, 14 C 118) wird nun die mantelähnliche, weil nach dem westlichen und östlichen Ende zugespitzte Okumene eingezeichnet (ebendas. p. C 119). Wie bei Homer der Ocean die bewohnte Welt umgiebt(4νιοο⁶G Il. 18, 399. Od. 20, 65, vergleiche die Beschreibung des Schildes des Achilles Il. 18, 608), so ist diese auch pei Strabo eine Insel(I 1, 8 C 5 und öfters). Ein großeer Teil derselben ist, wie er weiß, bereits um- segelt worden; zu dieser Anschauung und Erfahrung(aοςννναια νά rTe?*α) kommt für die unbekannten Küstenstrecken besonders im Süden und Norden der Verstandesschluß(A679), der sich entweder auf allgemeine Gründe(I 1, 8 C 5) oder auf die Ansichten kompetenter Personen stützt. So hält er Nordostasien auf des Patroklus Meinung hin für umschiffbar(II 1, 17 C 74. XI. 11, 6 0 518).
Nach moderner Ausdrucksweise würde seine Erdkarte umfassen: Europa mit Ausschluß Islands und der Polarinseln¹), Skandinaviens und fast des gesamten osteuropäischen Flachlandes— denn einige tausend Stadien nördlich von der Mündung des Dnieper und des Asowschen Meeres beginnen schon die dem nördlichen unbewohnten Erdgürtel benachbarten und für den Geographen nicht mehr brauch- baren Gebiete(II4, 42 f. C 135)—, Vorderasien einschließlich der Kaukasusländer, Turans und Vorder- indiens und das nördliche Drittel von Afrika, d. h. die Ostküste bis Djard-Hafun(Zimtküste I 4, 2 C 63, XVI 4, 14 C 774), das Nilthal bis zum Sobat(Astasobas XVII 1, 2 C 786), die übrigen nordafrikanischen Küstenländer, das Atlasgebiet und die Westküste bis Wadi Draa.
Nach Strabos Empfehlung des Kratetischen Globus müßte die Zeichnung der Okumene auf der Kugeloberfläche geschehen und der Deutlichkeit des Kartenbildes wegen jener einen Durchmesser von etwa zehn Fuß haben. Aber Strabo substituiert sofort eine ungefähr siebenfüßige Tafel— ob diese sieben Fuß die Länge der bewohnten Welt darstellen sollen, ist nicht zu ersehen—, ohne daß von der Projektion der Kugelfläche auf eine Ebene irgendwie weiter die Rede wäre(II 5, 10 C 117). So zieht er also die Parallelkreise als gerade Linien und zeichnet die Meridiane als senkrecht auf jenen stehende Geraden(euSelcs 7⁴νμνεν τ̈ν v ⁴αςσσα⁵αικάαꝛ.α α☛αλμρ⁵οωος, ν 6986 08 ⁸ε„ονε b9Sdãs, ebendas. p. C 116), wie es auch von Eratosthenes und Marinus von Tyrus berichtet wird. Die Einbildungskraft, meint er, könne leicht die vom Auge auf der Ebene geschauten Objekte auf die Kugel- fläche übertragen. Er erwähnt allerdings auch einer Projektionsart, nach der die in den Polen zu- sammenlaufenden Meridiane durch ebenso geneigte Geraden dargestellt werden, aber er geht auf dieselbe nicht weiter ein und hat sie auch nicht zur Anwendung gebracht(y„ρ επαιιι ςG od oldε πινα Td⁴ςα εε εας ul*ακρ⁴⁴α συσνσνενονιασασ τπιοιεμντν 6„ν τ⁴ς εμεσμμ⁵οσας p. C 117).
Die Okumene hat nach ihm eine Länge von 70,000 Stadien, vom promunturium sacrum Hispaniens bis zur östlichen Grenze Indiens, und eine Breite von weniger ²) als 30,000 Stadien, vom
²) Wenn man Thule(IV 5, 5 C 201) in den Shetlandsinseln zu suchen hat.
²) So in der ersterwähnten Stelle xι Gνμιμα παμααοσ τ—1έ Oiεοναμεννςα εmπιν d ALaArrO TOv T σ.μνοεν, dagegen in II 1, 13(wahrscheinlich nach Hipparch, der vorher erwähnt wird) εοενι ꝙτνιρισινμρσνονοσσ eley d ια τ αν νυ&ν.


