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daß sie übereinstimmend den schlimmen Orientierungsfehler begingen, die Pyrenäen von Norden nach Süden verlaufen zu lassen: Str. III 1, 3 C 137 Hlogivn I loοοαmνπ ri echaν edy. 390.. dmπν ννπυο τπις ⁴οοον τεαρεᷣνοv, und Polyb. III, 37 r0 Oιmπινν uεο τνπ Eögoνmιςα eενι ν roεεꝙρνρμεέμννιωνν⁵⁵ρσυ r ρναmνπσασασον τπασ e 1A& Jdgee r.
Was die Darstellungsweise beider anlangt, so ist dieselbe Art der fortgesetzten Exkurse und Digressionen, oft über Gegenstände der allgemeinen Politik und Ethik, welche bei Polybius breit und oft langweilig die eigentliche Geschichtserzählung unterbrechen ¹), auch von Strabo in viel zu ausge- dehntem Maße zur Anwendung gebracht. Es soll hier nur auf die Abschweifung in X 3, 7— 23 C 466 ff. über die Kureten und innerhalb derselben wieder die über Musik in§ 17 und über Athen in § 18, sowie auf den Exkurs in XII 3, 20— 27 C 549 ff. über die seiner Heimat Amasia benachbarten Halizonen hingewiesen werden. Eingeflochtene zusammenhängende Schilderungen sind bei beiden oft merkwürdig äühnlich(Str. VII 6, 2 C 320= Polyb. IV, 43; vergl. Str. VI 4, 1 ff.). Die Zahl der vorläufigen Inhaltsangaben und der Rückverweisungen, die sonst der Übersichtlichkeit dienen, ist
Legion(Str. VII 3, 7 C 300 und Polyb. II, 38— 44). Allgemeine Sentenzen in lehrhaftem Tone werden in reicher Anzahl zugegeben.—
Es möge hier eine Besprechung derjenigen Stellen ihren Platz finden, in denen Strabo von der Anfertigung und dem Gebrauche einer Karte resp. eines Globus handelt. Er hält einen einfachen Kartenentwurf(6¼emeQʃμαν), der nur einigermaßen(6α οιν*» die Natur der Länder veranschauliche und nicht streng mathematisch beurteilt werden sollte, für hinreichend, besonders wenn es sich um größzere Gebiete handle(II 1, 23 C 79 und II 1, 30 C 83). Wolle man allerdings die Wirklichkeit möglichst getreu nachahmen, so müsse man einen Erdglobus, wie den des Krates(Mallotes) sich an- fertigen(II 5, 10 C 116). Nun hatte dieser erwiesenermaßen als der erste, der einen Globus her- stellte ²), sich nicht auf die den Alten bekannte Welt beschränkt, sondern ein Bild der gesamten Erd- oberfläche entworfen und diese in 4 von senkrecht aufeinanderstehenden äquatorialen und meridionalen Oceansgürteln getrennte Erdinseln abgeteilt. Strabo aber kümmert, wie gesagt, die übrige Erdober- fläche nicht; selbst diejenigen Teile der nördlichen gemäßigten Zone sind ihm gleichgültig, die nicht, von der kumene ausgefüllt werden. Der Geschäftsmann, für den die Karte bestimmt ist, darf sich auf diesen trocknen Stoff nicht einlassen— ερεασασααεε ⁴ο εloονν II 5, 34 C 132. Allerdings vermutet Strabo, daß in demselben gemäßigten Erdgürtel zwei oder mehrere bewohnte Welten liegen, zumal in der Nähe des Parallels von Athen(I 4, 6 C 65 und II 5, 13 C 118). ³) Diese Ahnung der Wirk- lichkeit hat ihm hohes Lob eingetragen. Aber zur Darstellung soll man nur dasjenige Viereck der Kratetischen Kugeloberfläche bringen(II 5, 10 C 116), welches durch den halben Aquator, die Hälfte des diesem parallel laufenden, den erfrorenen Gürtel in der nördlichen Halbkugel begrenzenden — d. i. eines unserm nördlichen Polarkreis entsprechenden— Kreises, sowie durch einander entgegenliegende gleichlange Abschnitte eines durch die Pole laufenden, auf dem Kquator senkrecht
30 Stadien]), zweimal bei Mesopotamien(XVI 1, 27 C 748), mitunter auch in ungefährer Bestimmung nach Tage- reisen zu ca. 200 Stadien oder Tagesfahrten zur See— Tag und Nacht—. Diese letzteren rechnet er XIII 1, 63 C 613 zu 700, III 2, 11 C 148(Küstenfahrt nach Eratosthenes) zu ca. 340 Stadien, d. h. zur Hälfte jener.
¹) Vergl. Polyb. Bch. VI und innerhalb desselben c. 47 und 56; IV, 38 ff. ist ein Exkurs über die vorteilhafte Lage von Byzanz, in welchen ein zweiter über die Verschlämmung des Pontus eingeschoben ist (c. 39— 42).
²) Müllenhoff, deutsche Altertumskunde I S. 247. Berger, geogr. Fragm. des Erat. S. 8 f.
³) Statt dr Oor wird jetzt nach Kramers Vorgang ˙ASnvv gelesen.


