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die bis in die jüngste Zeit in der Wissenschaft fast un- beanstaltet Geltung gehabt hat.“ Aus verschiedenen wissenschaftlichen Gründen ist diese Ansicht aufgegeben, auch von Heim selbst¹), und heute wird die ehemalige Doppelfalte eben auch nur noch als eine einheitliche Falten- decke aufgefaßt, die von Süden aufsteigt und nach Norden untertaucht.
Steinmann sagt von dieser Gegend*) in seinen geologischen Problemen:„Will man sich in kurzer Zeit einen Einblick in den Deckenbau der Alpen verschaffen, so quere man das Grenzgebiet zwischen West- und Ost- alpen von den Glarner Bergen her nach Osten. In Linthal befindet man sich in dem Flyschgebiet, welches von der Glarner Decke überwältigt ist. Seine westliche Fortsetzung trafen wir am Urner See. Die Fahrt im Sernftal auf— wärts bis Elm führt uns schon ein Stück weit durch die trübbraunen Gesteinsmassen des Verrucano, der das älteste Glied(Perm) der Decke bildet; aber schon lange vor Elm befinden wir uns wieder in der Flyschunterlage. Steigen wir von hier zum Segnespaß) empor, so enthüllt sich uns in der Höhe die Ueberdeckung des Jüngeren durch das Aeltere in großartigem Blick. Ueberall lastet der trüb- farbige Verrucano, meist nur durch ein stark ausgewalztes Band von Jurakalk davon getrennt, auf dem Flyschgrunde. Die Lagerung ist durchgängig verkehrt. Die spitzen Türme der Mannen sind aus der permischen Verrucanodecke aus- gewittert, das Martinsloch darunter, durch welches die Sonne jährlich zweimal die Kirche von Elm bescheint, ist im Jurakalk ausgehöhlt, darunter bis in die Tiefe des Tales
¹) Geologische Nachlese Nr. 18. ²) Geologlsche Probleme, S. 39. ³) Vgl. auch Geolog. Rundschau, Bd. I, Heft 6, Taf. V.


