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Quartenschiefer aufweist. Erst abends bei Dunkelheit kamen wir müde von dem anstrengenden Tage in dem romantisch gelegenen Amsteg an. Das Rauschen der brausenden Reuß begleitete uns in den Schlaf.
Der nächste Tag war für das Gotthardmassiv vor-— gesehen. Mit der Bahn gelangten wir durch den Tunnel nach Airolo. Gleich unterhalb des Ortes wurde in einer alten Morâne, dann im val canaria eifrig gesammelt. Hier wie da war für den Petrographen das reine Raritâten- Kabinet. Besonders die Gneisplatten, die mit Granat- krystallen wie mit Schuhnägeln gespickt waren und die Garbenschiefer fielen am meisten auf. Nach mehrstündigem Aufenthalt wurde zurück nach Göschenen gefahren und von hier zu Fuß durch die tief in den Granit des Massivs eingeschnittenen Schöllenenschlucht nach Andermatt hinauf- gewandert. Die Schweizer haben diese Straße stark be- festigt, besonders zwischen dem Suwaroffdenkmal und Andermatt an der Teufelsschlucht sieht man bis auf die Gipfel der steilen Wände allenthalben die Befestigungs- bauten. Nach Andermatt selbst kamen wir nicht. Nur eine geologisch wichtige Stelle kurz vor dem Ort wurde aufgesucht. Hier ist gangartig Jurakalk in das Urgestein eingefaltet und durch einen Steinbruch aufgeschlossen, in dem der Marmor ausgebeutet wird. Ueber Göschenen kamen wir dann wieder nach Amsteg zurück.
Hier mündet in die Reuß von O. her der Kärstelen- bach, der das Maderanertal durchfließtt. Dieses ist ein typisches Hängetal, d. h. die Erosion des Nebentales hat mit der des Haupttales nicht gleichen Schritt halten knnen, und in Folge dessen liegt die Sohle des Reußtales viel tiefer wie die des Maderanertales. Das Gletscherwasser des Kärstelenbaches muß daher in hohem Fall seinen Weg ins Haupttal hinunter suchen.


