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Neben dem mächtigen Viadukt der Gotthardbahn schlängelt sich der Fuß- und Reitweg— eine Fahrstraße gibt es nicht— von Amsteg hoch hinauf auf die unterste Stufe des Maderanertales zum Dörfchen Bristen, das am Fuße des Bristenstocks liegt. Die nächsten 3 Stunden führt der Weg auf eine zweite und dritte Talstufe und zwischen den Stufen fällt jedesmal das Wasser in steilem Fall und eng eingesägtem Bette hinab. Vorzüglich erkennt man wie die Erosion am Ende jeder Stufe den abschließenden Riegel durchsägt hat. In 1350 m Hôhe hat auf der be- waldeten Balmenegg der Schweizer Alpenclub(S. A. C.) ein großes Hotel gebaut, das viel besucht wird und in dem wir auch Rast machten. Etwa eine Stunde weiter aufwärts liegt die Stirn des Hüfigletschers, der wie alle Alpengletscher eben stark zurückgegangen ist. Sein Schmelzwasser bildet den Kärstelenbach. Die erodierende und schleifende Tätigkeit des Gletschereises ließ sich schön an einigen Rundbuckeln kurz vor der Gletscherstirn, sowie an den gerundeten und geschliffenen Geschieben der Stirn- moräne beobachten. Einzelne gewaltige Blöcke aus stark gefalteten und gequetschten Gestein waren wie poliert und ließen hierdurch vorzüglich die Fältelung erkennen. Andere Stücke waren fast kugelrund geschliffen. Auf dem Weg zwischen Hotel und Gletscher wiesen die Felsen am Weg Gletscherschrammen auf als Beweis dafür, daß das Eis noch vor wenigen Jahren viel weiter talwärts reichte als jetzt.
Der Besuch des Hüfigletschers war jedoch nur Neben- sache. Es war beabsichtigt im S. A. C.-Hotel zu über- nachten, dann früh am nächsten Morgen zur kleinen Wind- gälle aufzusteigen, diese zu umgehen und ins Schächental nach Unterschächen abzusteigen. Auf diesem Wege wäre dann das Windgällenprofil gequert worden. Befanden wir


