Aufsatz 
Eine geologische Exkursion in die Schweiz / von H. Burhenne
Entstehung
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wollten wir am nächsten Tag kennen lernen. Vorzügliche Aufnahme fanden wir in Ober-Iberg im Hotel zur Post, dessen Besitzer viele der Geologen kannte, die zum Studium der hochinteressanten Gegend hier geweilt hatten. Leider war am andern Tag das Wetter so schlecht, daß wir in Regen und Nebel auszogen und heimkamen. Jeder Aus- blick auf die Umgebung, um deren Tektonik zu studieren, war einfach ausgeschlossen. Dafür lernten wir die An nehmlichkeit des Flyschbodens bei Regenwetter gründlich kennen. Knietief sank man gelegentlich ein, und im dichten Nebel bot sogar das Heimfinden Schwierigkeit. Der Weg dieses Tages wurde daher am nächsten Tage wiederholt, und diesmal herrschte Sonnenschein. OQuereau hat in seiner Arbeit:Die Klippenregion von Ober-Iberg(Beiträge zur geol. Karte der Schweiz 1893) nachgewiesen, daß die ge- nannten Kuppen ebenfalls Reste einer von S. her über- schobenen Decke sind, die ihren Ursprung südlich des heutigen Alpenkammes hat. Die sogen. Zone von IVrea gilt als ihr Wurzelgebiet. Neben den Klippen finden sich in dieser Gegend auch zahlreiche kleinere exotische Blöcke als Reste dieser Decke. Die Karte des Quereal- schen Werkes und seine klaren Profile wurden zur Erläuterung der Lage benutzt. Wir stiegen aufwärts über die Almen bis zum Fuße des Roggenstocks, den wir rings umgingen. Auf eine Besteigung der eigenttichen Roggen- stockklippe, die sich noch 250 m über der Ueberschiebungs- fläche bis 1781 m erhebt, wurde verzichtet. Wir konnten ihren Aufbau vom Fuße aus genau erkennen. Deutlich unterschied sich das aus Jurakalk bestehende untere Roggen- stockband mit seinen steilen Wänden von den darüber liegenden Raibler Mergeln und dem massigen Klotz des darüber thronenden Hauptdolomits. Wir haben also auch hier umgekehrte Schichtenfolge, die ältesten Teile oben,