Aufsatz 
Eine geologische Exkursion in die Schweiz / von H. Burhenne
Entstehung
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schenkel dem Untergrund angepreßt, stark gequetscht und oft bis in den kleinsten, nur im Mikroskop sichtbaren Teil außerordentlich gefaltet. Stehen die Ueberfaltungsdecken noch im Zusammenhang mit ihrer Wurzel, so bezeichnet man sie als autochthon. Bei den höheren Decken der Schweiz ist ein solcher Zusammenhang aber nicht mehr vorhanden, da nach der zweiten Auffaltung die hoch- gelegenen Teile wohl der Erosion zum Opfer gefallen sind. Nur die in alte Depressionen geschobenen Decken- stücke sind erhalten geblieben und erscheinen so heute als fremdartige Bestandteile in ihrer Umgebung. Ein solcher Rest einer alten Decke, der lepontinischen oder Klippendecke, sind auch die Mythenklippen. Sie sind von S. her auf den autochthonen Flysch aufgeschoben worden, sieSchwimmen auf ihm. Die einzelnen Decken konnten in sich wieder zusammengeschoben und in Feilfalten schuppenartig übereinander gelegt werden. So unterscheidet man bei den helvetischen Decken der N. Schweiz 4 der- artig größere Teildecken. Wir haben sie an der Axen- straße am Urnersee im Profil kennen gelernt. Je weiter von S. her die Decken kamen, desto hõher liegen sie, und desto weiter nach N. sind sie vorgeschoben. Es kann hier nicht der Ort sein, aut weitere Einzelheiten des Decken- baus der Alpen einzugehen. Genauere und allgemeinver- ständliche Daten hierüber findet man in der Steinmann'schen Abhandlung: Geologische Probleme des Alpengebietes (Ztschr. d. Dtsch. G. A. V. 1906) und C. Schmidt. Bild und Bau der Schweizer Alpen.

Nach dem Abstieg vom großen Mythen und einer Rast auf der Holzegg wurde der Weg nach Ober-lberg eingeschlagen. Wir kamen hier noch an anderen exotischen Klippen vorbei, nämlich dem großen und kleinen Schyn, der Mördergrube und dem Roggenstock. Ihre Eigenart