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Nach N. waren der Schwarzwald, die Vogesen und ein Stück des Jura deutlich zu sehen. Ein Teil des Vierwaldstätter Sees, der Lowerzer und Zuger See lagen dicht vor uns, weiter hin der Züricher See und das ganze Schweizer Vorland. Auf der anderen Seite sahen wir Schwyz, Brunnen, Lowerz u. a. Orte wie Spielzeug zu unseren Füßen, und dahinter erhoben sich wundervoll wie die festgebannten Riesenwellen eines Meeres die sich hintereinander auf- türmenden Ketten der Schweizer Alpen. Unter ihnen auch das schneebedeckte Haupt der Jungfrau. Eine interessante Persönlichkeit war der Wirt hier oben, der Typus eines echten Schweizers. Er begrüßte den mit mir zuerst an-— kommenden Professor Bancroft aus Canada, dem er den Ausländer ansah, gleich in englischer Sprache und erzählte ihm von seinen Erlebnissen. Er hatte den Burenkrieg mitgemacht, war in Canada gewesen und hatte Aussicht, als Führer nächstens mit in den Himalaya zu kommen. Während des Sommers saß er hier in luftiger Höhe mit seiner Familie als Wirt.
Als endlich die ganze Gesellschaft auf dem kleinen Plateau zusammen war, da benutzte unser Leiter die Ge- legenheit, um uns die Eigenart dieses ganz aus dem Rahmen seiner Umgebung sich heraushebenden Berges nochmals klar zu machen. Schon vom Dampfer auf dem See fallen die Mythen durch ihre Form und Stellung auf. Von Schwyz aus machte sich dies noch deutlicher bemerkbar. Da sieht man ganz oben zwei keilförmig eingeschobene rote Gesteinspartien, die couches rouges der Schweizer Geologen, sich scharf von der helleren Umgebung abheben, als ob eine Riesenfaust sie hier eingesetzt hätte. Als ein steiler Kalkklotz¹) mit prallen grau, weiß und rot gefärbten
¹) Steinmann: Geologische Probleme. Ztschr. d. D. O. A. V. 1896, S. 20.


