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Mineraliensammlung besaß, brachte uns die Gotthardbahn über Schwyz nach der Station Arth-Goldau am N. Fuße des Rigi zwischen Lowerzer und Zuger See. Prachtvoll sah man von hier die Mythen, das Exkursionsziel des nächsten Tages, aufsteigen. Die Station liegt inmitten der Trümmer des riesigen Bergsturzes, der am 2. September 1806 vom Roßberg herab 4 Dörfer mit 457 Menschen ver- nichtete und bis an den Fuß des Rigi hinaufbrandete. Noch ist am Roßberg der Weg des Bergsturzes zu sehen. Hier im Trümmerfeld mit seinen z. T. hausgroßen Blöcken, die im Steinbruchbetrieb heute verwertet werden, war die beste Gelegenheit die Molassenagelfluh in Augenschein zu nehmen. Die einzelnen Komponenten, die als rund- geschliffene Gerölle in einem Cement eingebettet liegen, wurden bestimmt und gesammelt, so Granite, Dolomit, Kalke, Radiolarit u. a. m. Nirgends in der nächsten Um- gebung des Vierwaldstäâtter aber finden wir derartige Ge- steine anstehend. Zweifellos sind sie von den um-— gebenden Bergen hergekommen, denn die Nagelfluh ist die Küstenbildung des sogen. Molassemeeres, das einst den N. Rand der Alpen umgab. So bleibt nur die Annahme übrig, daß über den heute am N. Rand der Alpen vor- handenen Gipfeln eine Decke gelegen haben muß, bestehend aus jenen Graniten, Kalken usw., die heute als Gerölle in der Nagelfluh eingebettet am Rande der Alpen gegen die Vorschweiz, so am Rigi und Roßberg zu finden sind. S0 erklärt sich auch leicht, daß die Nagelfluh Gerölle der heutigen Kalkketten der N. Alpen kaum enthält, denn jene über ihnen liegende alte Decke mußste erst ganz abgetragen werden— es geschah dies in der Pliocän- und Pleistocän- zeit— ehe die Brandung des Molassemeeres die tieferen Schichten erreichen konnte.
Nach eifrigem Klopfen und Sammeln fuhren wir


