Aufsatz 
Das mittelenglische Gedicht "Stans puer ad mensam" und sein Verhältnis zu ähnlichen Erzeugnissen des 15. Jahrhunderts
Entstehung
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gegnen, sowie der Umstand, daß er sich neben der Litteratur auch mit den Kirchenvätern, namentlich mit Augustin, beschäftigt zu haben scheint, darauf hindeuten, daß er sich, gleich seinem erhabenen Meister, dem Priesterstande gewidmet habe. Ob er das, beabsichtigte surplusage noch geschrieben, ist ebenso wenig bekannt als das Jahr seines Todes. Der Dialekt trägt im ganzen dieselben Merkmale wie derjenige Chaucer's und Lydgates, und wie er noch heute in einem großen Teile des nordöstlichen Mittellandes, besonders im Nordwesten von Essex, in Middlesex, Hertfordshire, Cambridgeshire und Bedfordshire gesprochen wird. Sicherlich ist die Heimat des Dichters nicht weit von St. Edmunds entfernt gewesen und wenn nicht in Suffolk selbst, so doch in einer der angrenzenden Grafschaften zu suchen. Nachdem er seine Studien vollendet hatte, kehrte er in die Heimat zurück, wo er in späteren Jahren unser Gedicht niederschrieb. Handschriften sind mir zwei bekannt. Die eine, Oriel 79, be- findet sich in der Bibliothek des Oriel College zu Oxford am Ende des in demselben Codex enthaltenen Ms. von Peter dem Pflúger und ist in folgender Ordnung gebunden: St. 1118, 25 30, 37- 42, 19 24, 49 54, 31 36, 43 48, 55 76, 8 11, 47, 14. Die zwei ersten Blätter bilden somit den Schluß des Gedichts. Da Professor Skeat den ganzen Codex in seiner AusgabePiers BiGighihan(P) beschrieben hat, so begnüge ich mich, damit, nur darauf zu verweisen. 1. 48 11 Die zweite ist in dem von mir bereits venanaten. Codex Balliol 354 tleilten, Wo gie unter 114 größeren oder kleineren Werken den 49. Platz einnimmt und unter dem Titel Lytill John, or the boke of curtesye auf fol. 160 65 sich aufgezeichnet findet. Der erwähnte Codex ist eingeleitet mit den Worten: A Collection of, romances, ballads and other miscellaneous poetical pieces, with historical anecdotes etc. relating to England, inserted, as follow: ff., und es scheint derselbe um 1500 im Besitz eines gewissen Richard Hill, der im, Dienst des Lord Whynger stand, gewesen zu sein, denn fol. 176 heißt es: Iste liber pertineth Ricardo Hill, servant with Master Whynger, alderman f London. Unser Gedicht ist von ihm selbst im Jahre 1503 eingetragen worden, da sich vor dem Beginn desselben die Bemerkung findet: Ihesu 1503 per Ric. Hille. Die Durchschnittszahl der Zeilen auf einer Seite beträgt 56, die Schrift wechselt häufig, zuweilen ist sie sehr groß dann wieder klein, zwischen den einzelnen Zeilen ist ein geringer Raum gelassen. Da sie im wesentlichen dieselben Merkmale(Ab- kürzungen, Striche, Häkchen etc.) zeigt, welche wir bereits in dem früher, besprochenenbook of curtasie namhaft tSemdcht lialon 80 muß auch. qissos von jenem, Hill nieder- geschrieben sein.. 1estt. Ite 1. Was das Verhältnis von 0 79 zu B. 354 betrickt, 80, deglanbet ieh das ersters für eine ältere Fassung halten zu müssen, ob sie indes die bessere sei, wie Professor Skeat bpebauptet, würde erst durch eine genauere Untersuchung festaustellen sein, da mich die, wenigen ange- führten Beispiele von der Stichhaltigkeit jener Annahme nicht haben überzengen können. Jedoch betrachte ich nicht das. Oriel Ms., und hier teile ich die Meinung Skeats. als das ursprünglichere, es ist vielmehr ein noch nicht aufgefundenes Ur-Ms. anzunehmen, von welchem die Stanzen wortgetreu, auf einzelne Blätter geschrieben waren, gdie aber bei, der UÜber- 3