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coy: toy 120: 122 cloutons: couteau 76: 78 table: convenable 86: 88 nonne: fait 142: 144 courtoysie: vylanyie 14: 16 homme: desprised 150: 152 servyse: guyse 42: 44 dedens: coy 170: 172 hastiment: aisement 38: 40 apres: icy 184: 186
amoreusement: hautement 188: 190.
Anders liegen die Verhältnisse in A H C. Sie bieten einen fast durchweg guten Text, ebenso zeigen sie sämtlich die Verse 55— 58, 84, 95— 98, die wir in O nicht bemerken, auch sind bis auf eine Ausnahme(Z. 82) die Reime richtig überliefert. Ohne Zweifel sehen wir in ihnen spätere Bearbeitungen von O, und so vermag ich auch in diesem Punkt Breul nicht bei- zustimmen, wenn er A noch in das 15. Jahrh., O aber in das erste Drittel des 16. gesetzt wissen will. O ist entschieden die ältere Fassung und hat das Ursprünglichere treuer bewahrt als A; immerhin gehören beide der ersten Hälfte des 15. Jahrh. an, während H C, wie auch Furnivall annimmt, erst um 1480 entstanden sein mõögen, da sie ein jüngeres Gepräge haben. Eine Verschiedenheit der Mss. zeigt sich auch in Bezug auf den Ort ihrer Entstehung. Sowohl O als auch die späteren Versionen H E C zeigen dieselben dialektischen Merkmale, die wir bereits in Stans puer zu beobachten Gelegenheit hatten, wir verweisen sie daher in den Osten des Mittellandes. A dagegen kann nicht in derselben Gegend niedergeschrieben sein. Man vergleiche beispielsweise folgende Wortformen: v. 1 childrene O H C E ſchildur A] v. 9 handes O ſis H C E)] hondus A[v. 10 naylis O es H CE naylus A] v. 27 fyngerys O H C E fyngerus A[v. 45 elbowe O H C E]elbowus A v. 75 manys O es H C E monnus A] v. 79 bones O H C E bonus A] frendes O, 103 H C E 105] frendes A 109 v. 25 zweite pers. sing. beginnest O begynnysse H C E begynnus A] v. 18 lytill OH C E lytull A v. 85 worthyer
O] more worthy H C E bettur A] v. 94 hereafter O ſtherafter H C E] here aftur A. Da aber u für altenglisch i(y) e, sowie der häufige Gebrauch desselben in Flexionsendungen (namentlich im Plural der Substantive) nach Wissmann„King Horn, Untersuchungen zur mittelenglischen Sprach- und Litteraturgeschichte, Straßburg 1876“ und Schleich„Beitrag zum mittelenglischen Roland, Angl. IV“ eine charakteristische Eigentümlichkeit des westmittel- ländischen Dialekts sein soll, so würden wir die Heimat des Schreibers von A mehr im Westen des mittleren England zu suchen haben.
Bezüglich des Inhalts begegnen wir, wie ich bereits andeutete, in unserer Dichtung fast allen den Grundsätzen, welche wir schon in Stans puer ausgesprochen fanden. Es er- scheint daher unnötig, auch hier Parallelstellen anzuführen, ebenso beschränke ich mich darauf, einige zum Teil recht interessante Zusätze nur durch Angabe der Zeilen zu erwähnen. So die Verse: 11, 16—18, 43, 44, 47, 48, 59, 60, 68— 72, 75— 77, 78, 79, 80, 82— 85, 86— 100. Eingeleitet wird das Ganze durch die folgenden Worte: Seit der Engel Gabriell die Maria gegrüßt, und Elisabeth dieselbe mit Gruß empfangen hat, finden wir alle Tugenden in der Höflichkeit eingeschlossen, nur der Gottlose kennt sie nicht, er hat keinen Gruß. Zum Schluß spricht der Verfasser den Wunsch aus, man möge sein Buch gern lesen, wenn es auch klein


