Aufsatz 
Das mittelenglische Gedicht "Stans puer ad mensam" und sein Verhältnis zu ähnlichen Erzeugnissen des 15. Jahrhunderts
Entstehung
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mit den betreffenden Versionen zu collationieren. Daß mir dies gelang, verdanke ich der Ge- fälligkeit des H stud. Chaplin, eines früheren Schülers des hiesigen Gymnasiums, der das Ms. Ball. 354 in Oxford fur mich abschreiben ließ. Es ist in dem genannten Codex unter Nr. 41 auf fol. 142, 43 eingetragen und zeigt folgende formelle Eigentümlichkeiten. Durch Unacht- samkeit des Schreibers ist eine Umstellung der Zeilen 7 u. 8 entstanden, da hier zwei französische Verse folgen, während sonst der Wechsel durchaus regelmäßig ist. In Zeile 32 liest das Ms.Regarde que on paures hommes tu penses.on steht hier füren. In be- ginnest(v. 25) fehlt dasi, Der Eigenname Gabriel ist klein geschrieben,(9, 10) während Elisabeth das eine Male(11), das andere Mal E zeigt(12). Zeile 104 fehlt dasr in

curtoisie. Uber und untern findet sich häufig ein wagrechter Strich wreten, can, hungry,

many, desgl. unterm; da er jedoch auch über und unter anderen Buchstaben zu bemerken

ist wie in with, lawgh, parle, so scheint er ohne Bedeutung zu sein.ll. zeigt bisweilen eine

durchgehende Schleife stit, tift, ſaff, jedenfalls eine bloße Angewöhnung des Schreibers. k und d sind zuweilen mit einem Häkchen versehen wie in drink, back, said. Sehr oft bediente sich der Schreiber der Abkürzungen, so steht meistens ye für the und you(Acc.), während er den Nominativ mit yu bezeichnete. Für that ist yt geschrieben, anstatt des vollständigen franzö- sischen qui u. que ist 4 u. 4 angewandt, am Rande von fol. 142, 43 bemerken wir einige kurze Anmerkungen wie my heres, mes cheveuls, my browes, my sourcieulx, myn eres, mes oueilles ff. Das Ganze besteht aus 104 englischen und ebensoviel französischen Zeilen.

In Bezug auf den englischen Text hat die Untersuchung nichts wesentlich Neues er- geben, ebenso stimmt die französische UÜbersetzung fast durchgängig mit W, indessen habe ich P gegenüber in O die nachfolgenden, von Breul nicht erwähnten Abweichungen bemerkt:

v. 2 qui ecripte O ſqui est ec. P) v. 3 artes O ſars P v. 8 ist in P nicht übersetzt, wohl aber in O und ist mit W gleichlautend[v. 17 fehlt die Ubersetzung in P ebenfalls, in O lautet dieselbe car panche plene sans fayle] v. 27 tes dois O ſtes des P) v. 30 sallere O saliere P) v. 34(in A 54) se tu le fais O ſet si tu fais P, in W steht le statt se(si), wahr- scheinlich nur ein Versehen des Abschreibers, der l statt s schrieb] v. 35 Fils que ta viande et ta bouche O[P liest hier richtiger puisque ta vinnde en ta... v. 37 morceaulx O ſmorceaux P v. 38 font cloutons O fount glutons P) v. 39(A 33) dentes avecquez O dentz avec P] v. 48 tane O ſtant P] v. 53 lautet im Englischen at the table und demgemäß die Übersetzung en la table, während P en ta table setzt. A hat ebenfalls pi. v. 53 bon chere O bone chere P) v. 67 de une O ſd' une P v. 69 ta saigneur O ſton seigneour P) v. 70 lattens O latten P d'une homme O ſd' un homme P)] v. 78 au layre O ſen layre P) v. 79 su ton O suston P v. 87 que tu laveras O ſtu f. P v. 88 sus et pays O ſsus en paix Pſ v. 39 blame O blasme P v. 95 que une... feust O ſque ung... fuist P;j v. 101 petite O ſpetit P v. 102 celuy O celly P) v. 103 ses O ſces P.

P ist entschieden korrekter als O, und die abweichenden französischen Lesarten be- weisen, daß P weder von W noch von O allein abgedruckt sein kann. Welche anderen Ver-