Aufsatz 
Das mittelenglische Gedicht "Stans puer ad mensam" und sein Verhältnis zu ähnlichen Erzeugnissen des 15. Jahrhunderts
Entstehung
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J praie zou L ſthat the shall O H C pat pis schal L see or rede OH Cse and rede L Iv. 3 be not compendyovs O] not f. H Cye be copious L] v. 4 ofthy clawsis OH C zit to pese clausis Lv. 5 to alle O H C al into Lthe yowthe O ſtheyr y. HC zour z. L v. 6 off thy wrytyng O] the w. H C pis w. L bede no date O be n. d. H C L.

Vollständig abweichend von O ist der Schluß in H C L. Während in dem ersteren die Stanzen durchweg siebenzeilig sind und die Reimstellunga babbec in denselben meistens gewahrt ist, so besteht das Lenvoye in den letzteren Versionen aus 8 Zeilen mit der Reim- stellunga babbebc. O liest als Zeile 7: Yffe owght be amys put the fawte in Lydgate, L dagegen: If ouzt be mys in word, sillable or dede(7) J submitte me to correccioun withoute ony debate,(8) und H C: If ought be mysse worde, sillable or dede(7) put all the defaute upon John Lydgate.(8) Dieser Umstand führt uns auf die Frage nach der Autorschaft des Gedichts. Die Schlußworte in O H Cput the fawte in Lydgate haben zu der Vermutung Anlaß gegeben, Lydgate müsse der Verfasser gewesen sein. Bekannt als ein unermüdlicher Versemacher, gründete derselbe, nachdem er seine Studien in Oxford, Padua und Paris vollendet hatte und im Jahre 1397 Priester des Benediktinerklosters zu Bury St. Edmunds in Suffolk(Morley, English Writers vol. II, pag. 421) geworden war, an dem letzt: genannten Orte um 1420 eine Schule der Rethorik, in welcher er jungen Edelleuten Litteratur und die Kunst des Versemachens lehrte. War somit der Charakter der erwähnten Schule im wesentlichen gekennzeichnet, so bildete auch die Erziehung zur Anständigkeit(namentlich bei Tisch), zur Sittsamkeit und Höflichkeit einen nicht minder wichtigen Faktor ihrer Bestrebungen, und es erscheint uns ganz natürlich, daß Lydgate seinen Schülern alle jene Vorschriften nicht in trockener Prosa sondern in Versen gab und sie gleichzeitig dadurch zur Nacheiferung an- regte und aufmunterte. Dennoch glaube ich mit ziemlicher Bestimmtheit annehmen zu dürfen, daß gerade Stans puer ad mensam nicht von ihm herrühre. Wäre Lydgate in der That der Verfasser, so würde er auch im Ms. Lambeth, in welchem uns die sprachlichen Formen eine wenn auch nur um wenige Jahre ältere Version erkennen lassen, seine Autorschaft dokumentiert und die Schlußzeile in eben derselben Weise gestaltet haben, in welcher sie uns in O H C dargeboten wird. Ebenso unwahrscheinlich würde es sein, wollte man annehmen, der zu seiner Zeit so hoch geachtete Lydgate, der Vorsteher einer Schule für Rethorik, habe das Gedicht zwar abgefaßt, dann aber durch die Schlußworte:J submitte me to correccioun einem anderen, vielleicht einem Schüler, Gelegenheit geben wollen, sich von diesem verbessern zu lassen. Ich bin vielmehr der Meinung, daß die Version L, und somit die ursprünglichere, nicht von Lydgate sondern von einem Zeitgenossen desselben herrühre, glaube aber, daß er durch jenen Schlußvers veranlaßt worden sei, Anderungen vorzunehmen, wie wir sie in den späteren Handschriften bemerken. Dabei ließ er anfänglich das achtzeilige Lenvoye bestehen, gab ihm jedoch nachher die Fassung von O. Dies Ms. ist von den genannten entschieden das jüngste, und da es, wie sich aus der vorstehenden Untersuchung ergeben dürfte, nicht nur inhaltlich sondern auch formell(bis auf die Schlußstanze) eine große UÜbereinstimmung mit H C zeigt,