Aufsatz 
Die Mnemonik und Stenographie als Mittel zur leichteren und sicheren Bewältigung des Unterrichtsmaterials in Real- und Höheren Bürgerschulen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13

Die drei Conjugationen auf er, ir, re(I. II, III).

Das présent hat die Endungen: s, s, t, ons, ez, ent, da es eine Eigenthümlichkeit der franzöſiſchen Sprache iſt, der ten Perſon in der Einzahl die Enduug der 2ten zu geben. Dieſe Endungen werden nicht gleicherweiſe an den Stamm ge⸗ hängt, ſondern die erſte Conjugation fchiebt im sgl. ein e ein, läßt aber in der lten und 3ten Perſ. das s und t fallen; die zweite Conjugation ſchiebt im sgl. ein i, im pl die Silbe iss ein; bei der dritten Conjugation haben alle Zeitwörter am Stamme ein d oder t, und deshalb fällt in der 3ten sgl. das t weg.

Der impératif wird in ſenen Perſonen vom indicatif des présent entlehnt; nur bei der erſten Conjugation entbehrt die 2te sgl. des s.

Das deseriptif hat mit denſelben Perſonenzeichen die En⸗ dungen ais, ais, alt, ions, iez, aient. Nur bei der zweiten Conjugation kommen dieſe Endungen nicht unmittelbar an den Stamm, ſondern mittelſt der Bindeſilbe iss.

Das narratif hat die Endungen s, s, t, mes, tes, rent, wobei die tte und 2te pl. den accent circonflexe vor ſich ha⸗ ben, da hier früher ein s ſtand. Die zweite und dritte Conju⸗ gation ſchieben zwiſchen Stamm und Endung den Vacal i ein, die erſte Conjugation ein a, wobei in der tten sgl. das s zu i wird*), welches a in der 3ten pl. ſich zu e abſtumpft, das dann den accent grave bekommt nach der Lautregel, wornach von zwei in unmittelbar aufeinander folgenden Silben ſtehenden e das erſte damit verſehen wird.

Das futur ſetzt an den infinitif das présent vom Zeit⸗ wort avoir, wobei die 1te und 2te pl. den Stamm av verloren, wie auch im descr. vor den betonten Endungen ai ſich zu i kürzte. Die dritte Conjugation verliert natürlich vor allen die⸗ ſen mit Vocalen beginnenden Endungen das ſtumme e.

Das conditionnel ſetzt an den intinitif unter denſelben Ver⸗ häͤltniſſen wie beim futur die Endungen des descriptif.

Die subjonctiks haben die Endungen e, es, e, ions, iez, ent(d. h. 1te und 3te sgl. ohne Perſonenzeichen); die zweite Conjugation ſchiebt im présent überall iss ein. Der subj passé haͤngt dieſe Endungen an den indio. narrat, wie er in der 2ten sgl. lautet, mit verdoppeltem s, hat aber fuͤr die 3te sgl. das alte t erhalten, vor welchem nach faſt durchgängiger Lautregel das einfache s abfaͤllt, und dafür der vorhergehende Vokal das Zeichen der Länge, den accent circonflexe, erhaͤlt.

*) Freilich iſt dieſer Ausſpruch gegen die Geſchichte, da dieſe Zeitform das lat. pf. enthält. Dadurch auch nun wird es klar, warum bei der dritten

Conjugation ein und nicht, wie im p. p. ein u ſteht.