Aufsatz 
Über das Apeiron Anaximanders
Entstehung
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sophie, den Aristoteles. Dieser erwähnt zweimal ¹) in flüchtiger Weise das Princip des Anaximander, beidesmal ihn mit Empedocles und Anaxagoras zusammenstellend. Ich will dabei zunächst darauf aufmerksam machen, dass hierin ein characteristischer Gegensatz zu der grossen Mehrzahl der späteren Quellen sich kundgibt, wo Anaximander in Verbinduins mit Anaximenes, Thales etc. erscheint ²). Es heisst Metaph. 12, 2, 3, 1069: dors od 6oO» xεν meneſ d denJehere Ti†vsoa να Ʒeρroς, dAAd lœl! e derog Tiverat dyre, dvvd, errot dro ν unr dros 8vε† εic, xœν τοννπι ˙ασφ⅔ Avæuνερou L(84 rron 7⁴ας 5 öu ππαννασ H BLudoxto o ua dd Ayak ε⁴e˙ιμοωιι 2αάν Qnudrpros cnorr, ſr uou eẽ Suεε, Se†eo o?. Für die erste unbefangene Lectüre kann hier kaum ein Zweifel sein. Anaximanders Princip ist geradezu ein utrua genannt, ebenso wie der †ꝓ†απ&οσᷣ des Empedocles; was kann es also anders sein, dls einie Urmischung der Weltbe- standtheile? Zeller macht nun aber dagegen Folgendes geltend ³). Aristoteles nenne nut εα auch einen Urstoff, in dem die anderen Stoffe nur potentiell, nicht actuell enthalten seien, potentiell seien sie aber darin, wenn sie erst durch eine qualitative Veränderung sich daraus entwickelten; so könne das utyua auehl hier gemeint sein. Man darf dann zunächst fragen: ist denn nicht in diesem Sinne ein jedes Princip der Materie ein potentielles t†‿uα, wie z. B. man von der Luft des Anaximenes sagen kann, sie enthalte Jrrduen Alles, da sich Alles aus ihr entwickelt? Wie kommt es nun, dass Aristoteles hier als Beispiele grade nur die drei Vertreter der mechanischen Philosophie und dusser ihnen den inhinen Dynamiher Anaximander citirt? r VFerner liegt doch in den Worten axν τoνr äurc offenbar eine Gortectur tür den 1asagords wie dies auch schon in den dem Alexander zugeschriebenen Scholien zu dieser Stelle hervorgehoben ist), wo es heisst): draν 5 Ara⁸αm⁶σας ε εέιν ένς ν ναον τπἀνε-

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4) Um von Phs. 3. 4, wo für unsere näehste Prare Le Aufschluss zu hqlen ist, vorläuhg Shenehen Ganz ausser Acht lassen darf man dagegen bei der Wahrscheinlichkeit, dass die Schrift de Xenoph. Zep. et Gorg. nicht aristotelisch ist(cf. Zeller 1, 366 fl.) die Stelle daselbst c. 2, wo dem Anaximander im Widerspruch mit Allem, was wir sonst von ihm wissen, das Wasser üls Pxiucip ussdchriabon wird, woh aus einfacher Namensverwechselung.

*) ef. die unten(S. 10) citirten Stellen. Dieser Begernai ist oftenbar dem Simiplie. in Arist. Pu. f. 6 aufgefallen, wenn er nach der unten(S. 10) citirten Stelle fortfährt: d καα ro⁹ O&εε⁶ρρςοοαν 105r0 A2oεασσοεννα oéraey. Umsoweniger wird man der ohnehin etwas sophistischen Erklärung Zeller's Werth beilegen, der da meint,»die Vergleichung Anaximanders mit Anaxagoras und Empedocles könne sich ebensogut auf eine entferntere, als auf eine nähere Aehnlichkeit ihrer Lehren bezishen-. 18. 160.)

³) S. 160.

*) of. Schwegler, im Commentar zur Metaph. S. 239. Da Anaxagoras selbst den Urausfand nicht als Einheit, sondern als 6νανυον πνπα bezeichnete(cf. Zeller, S. 675. A. 3), so ist kaum anzunehmen, dass Aristoteles ohne besondere Erklärung so ohne Weiteres von dem y des Anaxagoras sprechen würde. Ich kann daher die Vermuthung Karsten's, dass die Worte 34νανν‚1⁴ο εμοσ πἀ ννα von einem Abschreiber herrührten, der an den Rand bemerkt habe Selnon No. Tf. podᷣsrat) ¹ ouod mavra nur für eine zwar scharfsinnige aber unnütze Conjectur halten. IMS

) Scholl. in Arist. coll. C. A. Brandis pag. 799.

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