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Schlangenlinie über¹) und verwendet endlich besonders häufig die aus der oberen Hälfte des mit dem Minuskel-v zusammengesetzte Ligatur für-sv. Eine merkwürdige Abneigung zeigt der Korrektor gegen die Ligaturen für or und ꝓ, in denen das σ nur durch eine Schlinge be- zeichnet ist; er ergänzt im ersten Fall das einstufige der älteren Minuskel durch das später aufgekommene zweistufige, im zweiten verlängert er die Schlinge zu einem wirklichen. Auch die Silbenbrechung am Ende der Zeilen ist von diesem Korrektor häufiger als von den früheren geändert. Panath. 214. 2, wo die erste Hand wie gewöhnlich in scriptio continua 1ασσ0̈ ˖%ο% o- zarovg bietet, ist der Verbindungsstrich zwischen und 7r durch einen kleinen vertikalen Strich durchschnitten, um die Worttrennung anzuzeigen. Paneg. 58 dπκιονν pr.; dÆᷣοννυνανς corr. 3 ist die Abkürzung für ag über die Zeile gesetzt und das z, wie oft in A, durch zwei dar- über gesetzte Punkte bezeichnet. Recht häufig begegnet in der 2 pers. sing. des Mediums die Korrektur der Endung&⁴ι zu y.
In den nicht erwähnten Reden finden sich grüne Korrekturen der bezeichneten Art nicht. Sobald man aber beachtet, dals am Schlufs des Philippos das Grün sich aus Grau entwickelt und am Schlufs des Aeginetikos allmählich wieder in Grau übergeht, ist die Kontinuität hergestellt. Man hat in den früheren und späteren Reden die grauen Korrekturen, die mit den viel helleren und stets sehr scharf ausgezogenen von mr. nicht zu verwechseln sind, für corr. 3 in Anspruch zu nehmen, und mag, wenn man will, an eine Vertauschung der Rolle des Korrektors mit der des Vorlesers denken. Es liefse sich dafür geltend machen, dafs die Schriftzüge der grauen Kor- rekturen durchweg feiner und flüchtiger sind als die der grünen. Charakteristische Rand- bemerkungen dieser Art finden sich fol. 35*= Euag. 17 Tαςσ εεαατι εέοσ— 63b= Nicocl. I 32 vrhrd— 317 b= Antid. 103 rον Ʒιχ6 ν— 343= Antid. 229 αηινονυιισασ— 365= Gespann 19 suενμναάανο.
Daſs corr. 3 älter ist als corr. 4, steht fest und ist nach dem Gesagten selbstverständlich; man vergleiche zur Bestätigung Areopag. 2 7σ στmρνενον pr., rr00 tœxτiμέεκνο corr. 3, Tr000]ανανναενον or corr. 4,— Philipp 65 Gu] Qααονσσο pr., cvοουασνανσσαςσ corr. 3, das erste o nachgezogen von 4, von derselben Hand der Acut über ov— und dazu diejenigen Stellen, an denen von corr. 3 eine Lesart als Variante zugeschrieben ist, die corr. 4— natür- lich später— in den Text eingeführt hat: Euag. 72 05d» pr., oꝰdévæ in mg. 3, 050 6»M in textu corr. 4— Nicocl. I 32 zrjνναα pr., ruywd in mg. 3, xjSrd in textu corr. 4.
Die jüngste Hand corr. 4, die mit ihren Buchstabenformen und zahlreichen Abkürzungen den Charakter des dreizehnten Jahrhunderts ausprägt, hebt sich bei der grofsen Anzahl und dem Umfang ihrer Korrekturen am bestimmtesten von allen andern ab; es ist aber auch hier ein wiederholter Tintenwechsel zu konstatieren. In der ersten Hälfte der Helena ist die Tinte dunkel, in der zweiten hell, im Busiris und gg. die Sophisten wieder dunkel, in der ersten Hälfte des Euagoras wieder hell und so fort. Wo sie hell ist, gleicht sie vielfach der des Textes(Demonic. 9 doplgræro in ras. 8 litt. corr. 4, d⸗reᷣνα...„ pr.), wo sie dunkel ist, der von 2; Verwech- selungen sind trotzdem da, wo ganze Buchstaben geschrieben sind, wegen der charakteristischen Form derselben— so Demonic. 9 wegen der Form des— nicht zu fürchten. Der Wechsel der Tinte erklärt sich am einfachsten durch die Annahme, daſs die Korrektur vielfach unter-
¹) Auch Philipp. 6. 10 steht nicht über o ein Circumflex, sondern eine Schlangenlinie über-oνα Man lese aufserdem Teil I S. 12 Z. 23„abgeleitet“(sc. durch Mittelglieder) statt„abgeschrieben.“


