Aufsatz 
Die handschriftliche Überlieferung des Isokrates : II. Der Urbinas und seine Verwandtschaft / von H. Buermann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

klangen und die ich der Kürze halber als I-Laute bezeichnen werde, falsch korrigiert hat, so Phil. 6. 4 und 6. 5, Paneg. 15. 6 55. 2 88. 2 und 99. 1, an den letzten vier Stellen in dem Wort œroaæreia. Dieselbe Hand hat aufserdem die Krasis aufgelöst Phil. 23. 7&ν und ebenso die Elision ibid. 114.5 duνo dv. Dergleichen unbedeutende Verschiedenheiten sind in zwei Abschriften desselben Archetypos durchaus üblich. Sieht man davon ab, so finden sich im Philippos unter 36 Korrekturen 34 unzweifelhaft und anerkannt richtige, darunter die Nach- träge 5. 7 26. 7 81. 2 und 117.6; bislang nicht aufgenommen sind nur 94. 6 rov und 147. 3 y vor MæçHaædνν. Ich nehme auf Grund der allgemeinen Beschaffenheit dieser Korrek- turen auch noch zov in den Text und verwerfe nur 147. 3 dy auf Grund des Sprachgebrauchs. Im Panegyrikos ist das Verhältnis nicht weniger günstig. Auch hier findet sich etwas wirklich Falsches nur 93. 7, wo růÜ vor etiio von corr. 2 hinzugefügt ist, und 6. 2, wo die Worte rorg dldoic am Rande stehen mit einem Verweisungszeichen über 71961690»v. Diese Wieder- holung von ²1ο ααοαα beruht offenbar auf einem Versehen in der Vorlage von corr. 2, die Worte stehen in der vorhergehenden Zeile an ihrer richtigen Stelle.§ 17. 4 Fr6 1εαας pr. rrles corr. 2 ist Ppr. unmöglich, corr. 2 also zum mindesten besser, vielleicht sogar richtig, da Fr6ee an zwei andern Stellen schon von P' pr. geboten wird ¹).§ 120. 3 steht œd statt vöy und zwar von corr. 2. Setzt man hier mit Martin ov= Ppr. an, so ist corr. 2 immer noch nicht schlechter als I' pr.; ich zweifle aber, ob hier überhaupt eine Korrektur vor- liegt. Das» stand sicher schon von erster Hand und wurde von corr. 2, weil verwischt, nur nachgezogen; dasselbe läfst sich auch für das Sigma annehmen. Wie dem aber auch immer sei, sicher ist, dafs corr. 2 in zwei Reden von nicht unbeträchtlicher Länge nur dreimal eine richtige Lesart von I' pr. durch Korrektur beseitigt hat. Daraus ist zu schliefsen, dafs die Vor- lage nur eine Handschrift des Stammes von I gewesen sein kann. Man könnte an den Arche- typos von I' selbst denken die falschen L-Laute und Phil. 147. 3 εy würden sich aus Inter- linearvarianten erklären lassen; ich rate aber wegen Paneg. 6. 2 ⅜Ʒe‿οες in mg. lieber auf ein verwandtes Exemplar. Es ist nicht wohl anzunehmen, dafs der Korrektor selbst, wenn er den Archetypos vor sich gehabt hätte, jenes Versehen begangen haben sollte.

Für die Behandlung der Korrekturen von corr. 2 mufs nach dem Gesagten natürlich der Grundsatz mafsgebend sein, dafs sie überall da aufzunehmen sind, wo nicht innere Gründe gegen ihre Aufnahme entscheidend ins Gewicht fallen. Dies Resultat ist ein recht erfreuliches, weil durch dasselbe eine ganze Menge von Nachträgen, deren Unentbehrlichkeit man meistens längst erkannt, gegen die sich aber namentlich Benseler seiner Zeit vergangen hat, nunmehr volles Bürgerrecht in unseren Texten erlangen. Sie finden sich namentlich in den späteren Partieen der Handschrift, besonders im zweiten Teil von fol. 326 an, wo der erste Schreiber durch seinen weniger sorgfältigen Nachfolger abgelöst wird. Ich erwähne Antidosis 156 zaH dure- Asordryc 161 1αιιιεας bis 195 diεαααιτεοςο 262 1⁶φ 101eνι our, St 305 zæd τG ꝓτμνεμσσ 310 τοrς dο ο ππ,νυω 318 1 πZOÖÄwdy νααα Gespann 35 τεm⁶σασρννν,= 37 dοriαods bis œlò‿τοιι und gsréxeiν bis εοασν- 44 00' dναeινασσνεs bis dαμινυην⁴σ.φμινοο Trapezit. 25 GrGσνι bis ονμμις³ασς ιασια 39 dεν˙νέανò α πασꝓρναρmρυέννοο- 49 νο αφ

¹) Panath. 156 und 157. Vgl. Martin a. 0. S. 28. Eine unrichtige Form von T pr. beseitigt corr. 2

auch Paneg. 154. 7 ϑεεμαιασαιναm/,m(sic) I'pr. 9ε⁴αμιααστοκεα corr. 2. 2*