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Panath. 193. Es geht hieraus hervor, dafs der Schreiber griechisch verstand; man sieht zugleich, wie es kommt, dafs in schlechteren Handschriften so häufig bedeutungsverwandte Wörter und Flexionsformen mit einander vertauscht sind. In T ist dieser Fehler infolge der Sorgfalt des Schreibers aufserordentlich selten; man kann aber Soph. 10. 3 vergleichen, wo ααe&mϑαν für Toaμνν offenbar durch den Gegensatz zu 16„ hervorgerufen ist.
Unter den übrigen in reiner Minuskel ausgeführten Korrekturen heben sich in dem gröfsten Teil der Handschrift die von corr. 2 durch ihre schwarze Tinte ziemlich scharf als geschlossenes Ganzes ab. Der übrig bleibende Rest zeigt verschiedene Farbennüancen, in den späteren Reden, so im Panegyrikos, meist gelb und rot. Martin bezeichnet die ersteren mit corr. 1°, die letzteren mit corr. 1b und nimmt für beide Gruppen die zeitliche Priorität vor corr. 2 in Anspruch. Alle drei Korrektoren werden als jüngere Zeitgenossen des Schreibers betrachtet. Ich erkenne zu- nächst die Richtigkeit dieser Scheidung und dieses Ansatzes im allgemeinen an.
Corr. 1² hat nicht nur andere Tinte, sondern auch feinere Züge als corr. 1 ²b. Es findet sich von dieser Hand— und so viel ich bemerkt habe, nur von dieser— wiederholt ein doppelter Akut. Ich habe, ohne nach Vollständigkeit zu streben, gelegentlich notiert: Paneg. 54 10 1— 57 hrroudl— 77 xατα.ααεό⁴ινι— 81 104— 88 2Adere— 127.αισ⁴eννε— 130 drrοαeν⁴αeνέκ— 132 v¹Gνιαιιαα— 169 dνασασ Es scheint, als ob dadurch einzelne Silben, die an sich selbständige Wörter bilden könnten, als mit andern zusammengehörig bezeichnet werden sollen.
Von corr. 1 b findet sich eine charakteristische Randbemerkung auf fol. 104 b zu Areop. 12. Sie beginnt vor der Zeile α ιμεαααeάανεν rl. und lautet, wenn ich die durch Beschneidung des Randes verloren gegangenen Buchstaben in Klammern ergänze: dεluνασmνμν(ασe) ³αοκιαον νας 8Gι τ()dο—oραοσ να το †()wvov. 4Gτιd³é α τοιυάά() 8udiανra. Diese Bemerkung giebt nicht nur ein Bild von dem Duktus ihres Urhebers; sie bietet aufserdem ein ge- wisses paläographisches Interesse, insofern sie die allgemeine Beobachtung bestätigt, dafs die in jener Zeit in den Texten selbst nicht angewandten Abkürzungen gleichwohl bekannt waren. Der Schreiber kürzt nicht nur xꝛ, sondern auch„o, oxh und die Endungen-sv,-ov,-og; das auslautende ist beide Male durch einen horizontalen Strich über dem ⁊ bezeichnet. Für den Text von Bedeutung ist die Thatsache, dafs dlναᷣνν noch ganz offenbar als erklärende Glosse zu 61εσνσσαςοιφσς⁴⁴αμνεκα auftritt. Dadurch wird die längst vorgeschlagene Streichung von z diεlaεν ́d zur Notwendigkeit.
Beweisstellen dafür beizubringen, daſs corr. 1² und corr. 1 ½ früher korrigieren als corr. 2. ist bei ihrer grofsen Anzahl überflüssig; ich beschränke mich darauf, die neue Thatsache zu kon- statieren, dafs sie im allgemeinen zwar früher, an einer Reihe von Stellen aber doch auch später korrigieren als corr. 2. Hauptbeweisstelle dafür ist Trapezit. 58 σασπσωππνπέισουνι τ1σν△όιάασαιιασ ⁶ν 8αmν om. F' pr., add. 2(die Worte standen ursprünglich in der ersten Zeile der folgenden Seite wo sie von corr. 2 ausradiert sind), TPAHEZITIKOXN subscripsit 2. Dafs dieser Nachtrag der zweiten Hand gehört, läfst sich schlechterdings nicht bestreiten— die schwarze Tinte sticht sehr scharf von der hellrötlichen des Textes ab—; trotzdem rühren sämtliche Accente und Spiritus über jenem Nachtrage nicht von corr. 2, sondern von corr. 1½ her. Die Tinte ist die hellrötliche des Textes, die Spiritus haben eckige Form. Ich schliefse daraus, dafls nachdem corr. 2 korrigiert hatte, corr. 1b diese Korrekturen noch einmal durchsah, dals mit anderen Worten corr. 2 und corr. 1b gemeinschaftlich an der Korrektur gearbeitet haben.


