Aufsatz 
Festschrift zur Feier des 25jährigen Bestehens der Großherzoglichen Realschule zu Wimpfen a. Neckar am 2. und 3. April 1897
Entstehung
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gar häufig die Rektoren, denen die eigenhändige Führung der Matrikel während ihrer meist halbjährigen Amtszeit zukam, die Namen der Studierenden eingeschrieben, ohne ihren Heimatsort anzugeben. Oder sie haben Personen, die sich ordnungsmässig haben aufnehmen lassen, nicht sofort in der Matrikel verzeichnet und dann die Eiatragung ver- gessen. Ferner liessen sich viele Studenten trotz aller Erlasse und Massregeln überhaupt nicht inscribieren. Dazu kommt, dass, ganz abgesehen von Paris(bestätigt 1200) und den italienischen Universitäten, mir die Matrikeln von Prag(1348) und Krakau(gegründet 1364, bestätigt 1394) nicht zur Verfügung standen, andere wie die von Wien(1365), Würzburg(1403, neugegründet 1582), Löwen(1426), Basel(1460), Ingolstadt(1472), Trier(1473), Mainz(1477), Jena(1558) und Strassburg(1612) teils verloren, teils noch nicht gedruckt sind. Die Matrikeln von Rostock(1419), Greifswald(1456), Marburg (1527) und Giessen(1607) sind zwar veröffentlicht, gewährten aber keine Ausbeute für unseren Zweck. Erst 1704 erscheint ein Wimpfener in der Giessener Liste. ¹)

Was die äussere Anordnung des Verzeichnisses betrifft, so ist folgendes zu be- merken: Die laufenden Nummern sind zur Erleichterung des Citierens beigefügt, dann folgt das Jahr der Immatrikulation, die genauere Zeitbestimmung derselben, soweit die Quellen darüber Auskunft geben und darauf der Name. Findet sich in anderen Universitäts- akten eine zweite Namensform, so ist dieselbe in Klammern beigesetzt. Die Schreibweise der Urschrift ist genau beibehalten, nur dass statt der auf einige Buchstaben über die Zeile geschriebenen e oder o die letzteren dahinter eingeklammert wurden.

Die Anmerkungen enthalten ausser der Angabe der Quellen biographische Nach- weisungen über die in den Matrikeln genannten einzelnen Personen. Manches bleibt freiliceh hier Vermutung. An einigen Stellen findet sich Gelegenheit zu Beiträgen zur Geschichte Wimpfens.

Im angehängten Register sind offenbar zusammengehörige Familiennamen mit ver- schiedenen Namensformen neben einander gestellt, in der Regel so, dass die am meisten vorkommende oder die wahrscheinlich richtigste Schreibung an erster Stelle steht. Die Vornamen sind innerhalb der Familiennamen alphabetisch geordnet.

Ablürzungen.

A.= Anmerkung. Frohnh.= Frohnhäuser, Geschichte der Reichs- b. art.= baccalarius artium, in artibus. stadt Wimpfen. Darmstadt 1870.

b. iur.= baccalarius in iure. lic.= licentiatus.

b. iur. can.= baccalarius in iure canonico. lic. decret.= licentiatus in decretis.

b. utr. iur.= baccalarius in utroque iure. Lorent= Lorent, Wimpfen a. N. Stuttgart 1870. can.= canonicus. m.= magister.

cler.= clericus. 3 S.= Sommersemester.

dioc.= diocesis. v. ant.= viae antiquae(Realismus).

dom.= dominus. v. mod.= viae modernae(Nominalismus).

fr.= frater. W.= Wintersemester.

¹) Die Giessener Matrikel bis 1707 liegt gedruckt vor in denMitteilungen des Oberhess. Geschichts- vereins in Giessen. Neue Folge. 2. 6. Band.(18901896). Sie enthält die zwei Namen: 1704. Johannes Friedericus Buhlius, Wimpina-Suevus. 1709. Johannes Henricus Hammius, Buhl, wahrscheinlich Sohn oder Neffe des Bürgermeisters Friedrich Kraft Buhl, 1709 Diakonus in Wimpfen. Vergl. Hönes, Buhl contra Wimpfen, in den Württ. Vierteljahrsheften für Landesgeschichte 1890, S. 117. Ein Joh. Heinr. Hamm ist im 18. Jahrhundert Bürgermeister.