Aufsatz 
Ueber den Aias des Sophokles / von Wilhelm Büchner
Entstehung
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bemitleide sie, dass ich sie zurücklasset). dAll bricht ab, ist nichtsondern. Aias erklärt, er wolle an den Meeresstrand gehen, um Athenes Groll zu entgehen(durch seinen Tod); sein Schwert will er eingraben(um sich hineinzustürzen). Die Zuhôrer denken an religiôse Ceremonien zur Einleitung eines neuen L. ebens.

Aias fährt fort

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extv, laλισαν G ꝗO ò O_lm' Arpeidac dezetv. Apyovtés eloty, 60 PetNTév. Der Doppelsinn von eixet, deoks ist ganz offenbar. Es kann heissensich den Göôttern fügen undden Gôttern aus dem Weg gehen. Um so befremdlicher wäre, wenn in Atpeldas dißety keine reservatio mentalis steckte. Der Chor denkt an das dmety, zu dem der Unterthan den Herrschern gegenüber verpflichtet ist, Aias aber glaubt schon Scheu vor ihnen zu beweisen, wenn er auf seine Rache an ihnen verzichtend in den Tod geht. ²)

An Beispielen aus der Natur, wo auch das Stärkste zu seiner Zeit Anderem Plat-

machen muss, knüpft er die Frage

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900 dntοος εοω' rageias XtTv. Aias will hier seinen Entschluss sich zu bescheiden(5προνεεν) d. h. zu sterben begründen (). Er thut dies in Anlehnung an ein dem Bias zugeschriebenes Sprichwort 5et †exety 6O LενσνσωoνQάeU xd btoε? xανν φρμðῦεςα.. Aber durch die eigentümliche Gestaltung, die er dem Satz giebt, fällt(was man doch beachten sollte) das ganze Gewicht auf den zweiten Teil (60bASoHar), so dass der Sinn entsteht: Ich habe ja jüngst gehôrt,) wir sollten in unserem Hasse stets bedenken, dass der Gehasste wieder unser Freund werden kann ich bin entschlossen in Diensten gegen die Freunde nie zu vergessen, dass sie mich einmal verraten können. Denn die Freundschaft ist ein treuloser Port. Damit kämpft Aias die Vorwürfe nieder, die die Liebe zu den Seinen in ihm erweckt, wenn er auch in Teukros ihren Beschützer sieht.

Die Zuhôrer von dem 0᷑εv auf falsche Fährte gelockt, verstehen xloraat doriosich habe nun gelernt und hôren aus dem Ganzen den Vorsatz heraus, er wolle in Zukunft Mass halten gegen Freund und Feind. Ueber den zu Tage liegenden Doppelsinn des Schlusses der Rede verliere ich keine Worte, doch füge ich, um ganz verstanden zu werden, meine Uebersetzung des Monologes bei. Die mir nôtig scheinenden Abweichungen von der Ueberlieferung sind bereits begründet.

¹) Bonitz I. l. behauptet, diese Auffassung sei nicht möglich, sondern nur die des Chors. Aias spreche also

die Unwahrheit. olxripo c. Inf. ist sonst nirgends nachgewiesen. Vergleichen lässt sich 202

05= SXSAieεε dvοοᷣαςν, εν din TIvAο ανναοε,

Llꝓένᷣ☛υο wᷣχια‿νòκαανεν ο. Ist es nicht natürlich, hier dvοαmς als Objekt zu sxexiρεso und den Infinitiv epexegetisch zu nehmen? Die Constructionen scheinen überhaupt so entstanden zu sein. Sophokles hat den ungewöhnlichen Ausdruck sicherlich seiner Unbestimmtheit wegen gewählt. ²) Die von Nauck und Wilamowitz(Herakles II 220) aufgenommene Erklärung der Scholien stxsty u. ospety seien hier ironisch vertauscht, würde nach Massgabe der von W. angeführten Beispiele nur dann zutreffend sein, wenn elxety nicht zu S'eoks und osßety nicht zu Axgeldag passte. Beides ist nicht der Fall. ³) s 6 cod., cf. Wolf-Bellermann und schol. zu 669.) Von Tekmessa im Zelt. Die Gründe, die dafür sprechen, dass sie v. 595 Aias in das Zelt begleitet, sind schon so oft betont worden(nach K. O. Müller ausführlich Piderit, scenische Analyse des Aias p. 21 ff.), dass es mir zwecklos erscheint, sie nochmals breit zu schlagen. Nur eine Frage: Aias muss zur Täuschung greifen, damit ihm Tekmessa nicht an den Strand ſfolgt. Wie sollte sie nun vorher in ihrer ſurchtbaren Angst vor einem Selbstmord den Mann allein in's Zelt gehen lassen, zumal er gar nicht verlangt ihn allein zu lassen? Was sollte denn Aias abhalten, sich im Zelt zu téten, wenn er allein wäre? Der Wunsch noch einen Monolog im Freien halten zu können? Armer Sophokles!