— 6—
s. V. thiopis X neg 150 Eræos TvOtévS 1ας b‿νν Aias ve6vos Sn! As vxds voules, 2 566G μνιομαρσκενð εοσμ μ. Freilich muss es dahingestellt bleiben, ob hier die reine Darstellung der Athiopis vorliegt. ¹)
Dass das Epos die Waffen des Achilleus zu einem Streitobjekt machte, ist verwunderlich, da die Rüstung sonst mit dem Toten verbrannt zu werden pflegt*²). Vielleicht ist das darauf zurückzuführen, dass zwei Rüstungen des Peliden vorhanden sind. Denn die dem Hektor abge- nommene war ja seine eigene*). So ist es in Ordnung, wenn Thetis, die Spenderin der zweiten Rüstung, über sie verfügt. In einem, wie Wilamowitz gezeigt hat*), von der kleinen Ilias abhängigen Stück der Nekyia(. 546 fl.) redet Odysseus von dem Sieg, den er über Aias davongetragen habe
Denαννοενοο ³ορ⁴⁴ vI rsUNSOt S' AF,nos. 2de ewæ ln.
Diese Worte pflegt man mit der Darstellung zu contaminiren, die in der zweiten Nekyia von den Leichenspielen am Grabe des NXchilleus gegeben wird, und zu behaupten, die Waffen seien unter den Kampfpreisen gewesen, die Thetis bei dieser Gelegenheit ausgesetzt habe. Indem man dazu noch etwas Proklus that, hatte man die Athiopis fertig. Freilich fand es schon Welcker schwer. sich die Sache auszudenken?). Denn die von Thetis ausge- setzten Preise erhielten diejenigen, welche am Scheiterhaufen kämpften und siegten, um des Xchilleus Waffen wird aber nicht gekämpft. Ausserdem heisst es in der zweiten Nekyia aus- drücklich( 85)
bi-r 5'ανενν‿ω0ᴵ.ͦ⁴M oeods deHrraXoAe AsdAa
d7s BLe*ε Sv 6 TISGtV'Ayal6. Brauchte sie die Waffen erst von den(rôöttern zu erbitten? Ferner findet das Gericht des Xim Schiffslager statt, die Kampfspiele des
nrh r νσ πι xer EAnSvp. Es ist also gar keine Frage, dass die Leichenspiele und der Waffenstreit zu trennen sind. und für die Rekonstruktion der kleinen Ilias bleiben uns nur die Worte 1QeG ,—νέ ν ινσ E7.
Dem„Tapfersten“ ergänzt man das gewöhnlich, weil die späteren Mythographen das behaupten. Aber dann wäre es doch hõchst seltsam, dass nur Aias und Odysseus als Bewerber auftreten. Warum nicht z. B. Diomedes? Ferner: Ein beliebtes Thema der Vasenmalerei, als Gegenstück zu dem Waffengericht gern verwandt, ist der thätliche Streit der beiden Helden um die Waffen., Aias hat sich eines Teiles der Waffen schon bemächtigt und zieht das Schwert gegen Odysseus, der ihm entgegentritt. Freunde trennen die Beiden. Robert hnat daraus geschlossen, dass im Epos zuerst ein wirklicher Streit geschildert war, der dann zu einer Gerichtsverhandlung führtes6). Man würde ihm darin beipflichten, auch wenn Pro- klus nicht mrãots und lots als verschiedene Momente der Handlung ausdrücklich unter- schiede. Dieser Streit verträgt sich aber absolut nicht mit der Annahme, die Waffen seien„für den Tapfersten“ ausgesetzt worden. Denn man denke sich: die Bestimmung er- geht, im nächsten Augenblick stürzt sich Aias auf die Waffen los, gefolgt von Odysseus. Das wäre ja lächerlich. Die Bestimmung muss so gelautet hnaben, dass Aias sich als den zweifellos Berechtigten ansehen musste, und dass nur Odysseus ihm das bestreiten konnte.
In dem ersten Absatz der Hypothesis zu Sophokles Aias, der wegen der Kürze und der Art der Angaben mit Wahrscheinlichkeit auf Aristophanes von Byzanz zurückgeführt wird., wird der Streit der beiden Helden also motivirt: eεντακιᷣοςσ mσάᷣ ev d,,.ν τoοo Arbécs 236 oOy Aias ts xal O5usds n o AEoy rt dptoreösty weg? iy o ros OS’,. Diese Begründung entspricht allen Forderungen, die wir aufstellen mussten, vollständig. Sie passt zu dem, was wir über die kleine Ilias festgestellt haben und feststellen werden, so vortrefflich, dass ich keinen Anstand nehme, sie als notwendiges Mittelglied einzusetzen.
1) S. Bethe, Theban. Heldenlieder p. 34. ²)* 74, L 13, Z 418. ³) X 323. ⁴) Homerische Untersuchungen 153. ³) Epischer Cyclus II 171. ⁶) Bild und Lied 213 ff.


