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Herrscher oder Beamten zum Vorbild nehme und dass das Volk und der Staat sei wie die Regierenden. Seine Reden an Nikokles und auf Euagoras sind also nichts anderes als im gewissen Sinne Idealisirungen des Herrschers und der Bürgerschaft, wie sie sein sollen, und verrathen eine ganz eminente aristokratische Gesinnung. Er hat gewiss seine wirkliche Meinung ausgesprochen, wenn er in Niko- kles 3 ein Staatsdiener- Beamtenthum dem wechselnden vorzieht; denn er klagt ja oft, wie grosse Missgriffe bei der Wahl der Beamten gemacht werden und lobt sogar in der Busirisrede das Kastenwesen der Aegypter. Das Verhältniss zwischen Regierenden und Regierten, Herrscher und Unterthanen soll ein humanes sein: es ist das die rogoens, die er als einen besonderen Vorzug der hellenischen Bildung oft und beredt rühmt, und die Bürger sollen keine Furcht haben vor dem Herrscher. In der Busirisrede hält er zwar allerdings die Furcht für Ursache ro? un nrarranaoı Ingiwdög dıazeiodaı rrgög ahkrkovg und rühmt es 26. 27 aus ganz eigenthümlich tyrannisch klingenden Gründen, dass in Aegypten T'hiere verehrt werden müssen; es sind ungefähr dieselben Gründe, aus denen Gessler seinen Hut aufhängt!
Doch meint er anderwärts, Strafen sollen mild sein, eintreten, ehe es zu weit kommt, nicht ungerecht, aber bei jedem Vergehen verhängt werden,
Vom Volke, als dem lebendigen Körper des Staates, ist nur wenig die Rede: der Herrscher muss ihm entgegenkommen, darf ihm keine Vergewaltigung zumuthen, aber auch keine ertragen, muss die Armen schützen, damit nicht die Jugend die Masse verachten lerne; er selbst soll in allem ein Vor- bild sein, namentlich aber Dichter und Gelehrte achten und aufnehmen, besonders solche wie Isokrates.(Nikokl, [2] 39 f£) Wir sehen, Isokrates geht auf das reiche und wichtige Detail der Volkserziehung nicht ein, er fasst haupt- sächlich die gebildeten Stände ins Auge, und wenn er auch: nun einige Vorschriften über Erziehung des ersten Alters gibt und von ihm verlangt, dass es xaAAog dw owpgooUrn


