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in seiner Auffassung der Beredtsamkeit als weıIoög Önuı- ovgyög, wie Spengel gezeigt hat, ebenfalls auf dem Boden der Sophistik stehen geblieben ist, so müssen wir zum Schlusse gerade sein Streben, die ganze Kultur auf den Aöyog zu gründen, ebenfalls auf die Sophistik zurückführen. Die Universalität ist ebenso ein Hauptmerkmal der gesamm- ten Sophistik, wie die einseitige Virtuosität eines der ein- zelnen Sophisten. Ganz besonders eigen ist ihnen, dass sie ihre Lehre hinüberspielen auf das Gebiet des Staates, und Isokrates beklagt sich ja selbst, dass die Sophisten sich als Lehrer politischer Beredtsamkeit aufthun. Auch den Hochmuth, den Virtuosenstolz, den er seinen Gegnern vor- wirft, hat er selbst, obgleich er nicht nöthig hatte, so hoch- müthig auf diejenigen herabzusehen, die ihm gerade sein Feld so gut vorbereitet hatten; denn er ist in seinen Grund- anschauungen nicht original, ja sogar in speciell technischen Dingen steht er auf älteren Sophisten, auf Hippias z. B., wenn er von der Rede verlangt, dass sie, auch wenn der Gegenstand der nämliche ist, immer etwas Neues vorbringe. Er ist am wenigsten dieser Anforderung nachgekommen, Es gibt wohl keinen neben Isokrates, der mit solchem Bewusstsein von sich spricht, mit solcher Kühnheit sich als den wahren Propheten, seine Sache als die allein be- glückende hinstellt,
Schon die Darstellung dessen, was er über die Beredt- samkeit sagt, und nur sachlich angeführt ist, klingt schon nach Ueberschätzung. Ueberschwänglichkeit ist es gerade, was er alles in der Antidosis und dem Panathenaikos von sich und seiner Rede vorbringt.
Abgesehen davon, dass die Redekunst Antid. 81—87 entschieden überschätzt ist und dass er diese Rede nicht zu seiner Vertheidigung, sondern zu seiner Apotheose ge- schrieben hat und sich als das Muster eines Bürgers und eines Lehrers hinstellt, so geht es doch über allen Begriff, zu sagen, man sollte zu den Göttern beten, dass viele Bürger im Staate wären, so nützlich wie Isokratrs, oder es seien(Antid 247, Nikokl.[3] 9) die Angriffe auf die


