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Er hält sie dort für vollkommen gut, meint aber im Phi- lippus 114 ff.— offenbar aus purer Schmeichelei, wie ja die ganze Rede eines der widerwärtigsten Denkmäler seiner Charakter- und Geistesschwäche ist,— dass einige Götter nicht einmal dem Herakles gleich kämen, unter allen aber ein bedeutender Unterschied sei; es gibt nämlich ri rais avupogeig zai vaig Tıuwmglarg rerayuevor und diese wer- den weder in Gebeten noch Opfern geehrt. Ein andermal meint er, die Götter greifen nicht wirklich ein ins mensch- liche Leben, sondern legen den Menschen nur die Gesin- nungen ins Herz(Phil. 150) und lassen durch ihre aueAsıa gute Männer ins Unglück kommen(Panath. 186); den Perserkampf lässt er(Paneg. 84) von einem Gotte herbei- geführt werden und hat(Panath 64) nichts besonderes einzuwenden, wenn die anderen auch die Götter nicht @vauagıntovg sein lassen. Nikokles(3) 26 wird gar die Monarchie deswegen empfohlen, weil ja auch der Götter- staat wahrscheinlich monarchisch sei, wenn wir auch nichts sicheres darüber wissen. Man sieht, wie auch er durch die Fragen berührt worden ist, welche die Sophistik in die Zeit hineingeworfen hat; nur ist Isokrates nicht zu einem selbstgewonnenen Resultat gekommen; er nimmt bald die ganze mythologische Ueberlieferung an, wenn sie ihm gerade passt, bald spielt er mit den Hypothesen der Sophistik, wie um geistreich zu erscheinen.
So spiegeln sich auch andere, von den Sophisten und von Sokrates behandelte Probleme bei ihm wieder: man hört es gleich heraus, wenn er auf eine der Zeit- und Streitfragen zu reden kommt, wie z. B. über die Natur der Gottheit, über die historische Glaubwürdigkeit der Mythen, über die Art der Fortdauer der Seele nach dem Tode; selten hat er sich so deutlich ausgesprochen, wie darüber, dass nicht die Dinge an sich schlecht sind, sondern nur im Gebrauch der Menschen schlecht werden.(Nikokl.[3] 4.)
Wenn wir nun gesehen haben, wie sich Isokrates in seinen nicht direkt auf Beredtsamkeit bezüglichen An- schauungen nicht über den Standpunkt der Sophistik erhebt,


