Aufsatz 
Die Pädagogik des Isokrates
Entstehung
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Ausfall auf Erziehungs- und Bildungsverhältnisse seiner Zeit, welcher mit seinen anderen Klagen vollständig über- einstimmt. Sie enthält mehr, als die oben eitirte nur die interessante Bemerkung, dass man die schlimmsten Dinge mit den besten Namen nenne, sogar die Faselei der alten Sophisten Philosophie zu nennen beliebe und gipfelt in einem Fluche auf die Sykophanten, welche behaupten, die Jünglinge richten ihr Vermögen zu Grunde durch den Geldaufwand, den sie für ihre Erziehung machen.

‚Und gerade diese sind besser daran, als manche Alte, da sie so frühe zur Einsicht gekommen sind, dass man bei der Erziehung vor allem mit sich selbst anfangen muss, dass man nicht andere meistern kann, bevor man seines eigenen Geistes Meister geworden, und dass kein schönrer Grund zu Freude und Stolz zu finden ist als die Trefflich- keit der Seele, durch Erziehung gewonnen. Freilichgibt es auch solche, die Natur und Zufall zu tüchtigen Rednern gemacht hat; aber diejenigen, welche yıLooo pie xai Aoyı- ou sich rednerische Fertigkeit erworben haben, reden nichts unüberlegt und versehen sich auch weniger in den Thatsachen*

In dieser Weise hat Isokrates seine Ansicht von seiner rhetorischen Erziehung und Bildung begründet; ‚derartige Bildung ist seit alten Zeiten Athen zum Glücke und den- jenigen Männern eigen gewesen, welche die herrlichsten Zeiten über Hellas heraufgeführt haben(Antid. 306 fl.); derart rednerisch gebildet waren ja gerade die trefflichsten Staatsmänner Solon, Kleisthenes,, Themistokles (Antid. 23136, 307); schlechte Redner sind das grösste Unheil für einen Staat(de Pace 129) und alles Ungemach der jetzigen Erziehungsverhältnisse kommt nur von den Sophisten und dem Einfluss her, den sie sich erworben und die Athener ihnen einräumen(Antid. 285). Athen hat aber den Beruf, sich auf der Höhe der Bildung, zu der es sich emporgeschwungen und auf der es weit alle anderen Staaten überragt, zu erhalten und die Grundlage seiner Bildung, die in mancher Rede glänzend gepriesen