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Sophisten machte, bis er, nachdem er sein Schäfchen im Trockenen hatte, etwas weniger rücksichtslos wurde. Neben- bei mag er sich doch ein wenig geschämt haben, zu der Zeit, als er die Andidosisrede und den Panathenaikos schrieb, der hohen Bedeutung gegenüber, die damals die Philosophie des Plato und Aristoteles hatte, ein so absolut wegwerfendes Urtheil zu wiederholen.
Am zahmsten äussert er sich im Panathenaikos, 26 ff, um diese verspätete quasi Anerkennung der Kürze halber vorweg zu nehmen: er lobe sogar die neuere Unterrichts- weise nämlich Geometrie, Astronomie und die eristische Dialektik, und mache ganz besonders darauf aufmerksam, weil diese Studien, wenn sie auch nichts anderes nützen, doch die jungen Leute von vielen Verirrungen zurück- halten: für die Jugend seien das die nützlichsten und ge- ziemendsten Beschäftigungen. Freilich für’s spätere Alter passen diese Studien nicht mehr. Und daran schliesst sich nun wieder der bekannte Vorwurf, dass diese Wissen- schaften durchaus keinen praktischen Nutzen haben.
Die wichtigste Stelle für seine Beurtheilung des Werthes der Wissenschaften für Erziehung und Unterricht findet sich Antidosis 258 fl., wo er sie seiner eigenen Lehre gegenüberstellt.
Er ist der Ansicht, dass auch die&v roig Eguorixoig Aöyoıg Övvaorevovreg und die rege ıyv aorgokoylav zai yewuergiav xal Ta Torwüre Tov uadnucıov dıergißovreg ihren Schülern nützen; freilich weniger, als sie versprechen, doch mehr als die andern meinen. Denn die meisten Menschen halten diese Fächer für Spitzfindigkeit und Kleinigkeitskrämerei: man könne sie weder im priva- ten noch öffentlichen Leben brauchen und vergesse sie wieder.
Isokrates urtheilt nun nicht so, doch nicht viel anders: ‚die Meinung, dass der Unterricht für die Praxis des Lebens nicht nützlich sei, ist ebenso richtig, als das Lob, das man ihm spendet, begründet. Dies klingt paradox, passt aber gerade, da diese Fächer eine von den übrigen Unterrichts-


