Aufsatz 
Die Pädagogik des Isokrates
Entstehung
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in welchen er von früherer Erziehung spricht. Areop. 82 sagt er, zur Zeit der Blüthe seien die Bürger zur Tugend erzogen worden, so dass sie unter sich im Frieden lebten und angreifende Feinde siegreich abwehrten, und Paneg. 82 bezeichnet er den Sieg über die Perser als die Folge einer trefflicehen Erziehung. Hier erkennt man schon die nähere Beziehung auf den Staat, welche in der früheren Erklärung noch fehlt; doch hat er schon oben den voll- kommen Gebildeten im Besitze aller Tugend genannt. Es wird sich also empfehlen, vorerst zu sehen, was Isokrates unter«gern versteht.

Dass nur gute Naturen ihrer theilhaftig sind, haben wir schon erfahren; er redet in sittlichem Sinne überhaupt nur von«gern, welche mit Frömmigkeit und Gerechtigkeit von Natur aus verbunden in der Seele der Menschen wohnt. Panath. 183. Die Vorfahren waren stolzer auf ihre Tüch- tigkeit(77 eng Wwuyng#88) als auf ihre Siege, und ein Bild der Tugend zu hinterlassen, ist mehr werth als ein Denkmal von Stein. Nikokl.(2) 36. Die«ger, selbst wird nun nicht weiter definirt, sie ist ein so allgemeiner Begriff wie uns Tugend; dass sie mehr werth ist, wenn sie durch Erkenntniss gewonnen und mit Bewusstsein geübt wird, als wenn sie bloss natürliche unbewusste Eigenschaft bleibt, haben wir schon gesehen.

Allgemein heisst es von ihr de Pace 32, dass nichts für Erwerb, Ruhm, Nutzen, noch überhaupt ‚für Glück so wichtig ser als die Tugend und ihre verschiedenen Seiten; denn mit der unserer Seele innewohnenden Trefflichkeit erwerben wir auch alle anderen Vortheile, die wir bedürfen. Welches sind nun die verschiedenen Seiten der"Tugend?

Frömmigkeit und Gerechtigkeit sind schon genannt. Die letztere ist ihm ganz besonders wichtig; sehr häufig nennt er edogßsıa und dızaroo'yn zusammen, abwechselnd mit diesen, bald mit der einen, bald mit der anderen verbunden, cWpPEOOUN.

Er lässt den Nikokl.(3) 29 sagen: ‚Ich halte es für eine anerkannte Wahrheit, dass besonnene Mässigung und