13²2 Die Bildwerke und Gipsabgüsse.
Gotte des Meeres Opfer darbringen soll, sendet Apollo die Schlangen zu seiner und des einen Sohnes Vernichtung(ày 25 2c d ro 0 änovts Sxiꝓavsyrsg röy rs Adoοrsvra a 15y Eroy T6y aio, daꝓρ siobονν, Proklos); nur dieser eine Sohn war, wenn auch selbst ohne Schuld, in die Schuld des Vaters mit verwickelt, er geht mit dem Vater unter; der andere ist zwar auch von den Schlangen erfaßt, aber nur, um ihn unschädlich zu machen, nur um ihn zu hindern, dem Vater und Bruder zu Hilfe zu kommen, er soll überlebender Zeuge des furchtbaren Familiendramas sein. Dies ist die Sage, wie sie Arktinus von Milet, einer der«kyklischen» Dichter, in seiner Iliupersis verarbeitet hat. Sie und keine andere scheint den Künstlern der Laokoongruppe vorgeschwebt zu haben. Wir sehen in der Marmorgruppe Laokoon, seines unter ihm liegenden Gewandes entkleidet und nur noch durch den Lorbeerkranz im Haar als Priester gekennzeichnet, auf dem Altar niedergesunken, wie wenn er keine physische und auch keine moralische Kraft mehr besitze, um sich der gewaltig andringenden Bestien zu erwehren».(Schlie.) Die eine der Schlangen, die untere, ist von rechts kommend über den älteren Sohn und den Vater hinweg, sie beide an den unteren Extremitäten umstrickend, ihrem eigentlichen Schlachtopfer, dem jüngeren Sohne zugeeilt, der bereits unrettbar verloren ist. Die andere scheint die Gruppe erst halb umkreist zu haben, dann von links her über den Rücken des Vaters ge- glitten zu sein. Sie hat sich, nachdem sie den älteren Sohn nur am rechten Arme umschlungen und dadurch an die Stelle- gefesselt hat, dem Vater wieder zugewandt, um ihm den tõöd- lichen Biß beizubringen. So ist die ganze Gruppe von zwei Seiten her fest zusammengeschlossen, und einen ebenso ein- heitlich geschlossenen Moment bildet die eigentliche Aktion, das Beißen der beiden Schlangen.“(Brunn.) Jedem, der un- befangen die Gruppe betrachtet, muß auffallen, daß der Vater und der jüngere Sohn beide hart aneinander gedrängt und fest mit dem Altar verbunden sind. Diese Darstellung beruht auf der bewußten Absicht der Künstler, die Versündigung des Vaters an dem Altare der Gottheit anzudeuten: für einen Frevel an dem Heiligtum gewährt selbst die Heiligkeit des Ortes keinen Schutz, sondern das göttliche Strafgericht ereilt den Priester gerade am Altare. Der ältere Sohn steht neben.


