Aufsatz 
Die Antikensammlungen des Großherzoglichen Museums in Darmstadt / Ludwig Buchhold
Entstehung
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130 Die Bildwerke und Gipsabgüsse.

idealisierter Gestalt, sein Standbild aber ebenso wie das vorige des Apollino ursprünglich für ein Gymnasium bestimmt ge- wesen zu sein.

Ergänzt ist die rechte Hand: sie müßte einen Pfeil halten. Der Kopf ist antik, aber aufgesetzt. Baum. D. p. 1400, Abb. 1550. (Exempl. der Villa Albani.) Bouillon I, Taf. 22. Brunn D. Nr. 236. Clarac III, 268, 905; 486 A, 905 E; dazu Text III, p. 196 und 197. Friederichs-W. 1214. Furtw. Meisterw. 569. Gal. M. N. VI, 420. Helbig Nr. 192(Vatikan), 743(Villa Albani). Müller I, 36, 147 A. Mus. R. Taf. 36. Overbeck II, 53, Abb. 155. Overbeck A. S. Nr. 43. Schlie p. 165. Welcker A. K. B. Nr. 19.

Nr. 34. Apollo, Hs., Original 1780 in Centocelle bei Rom gefunden, im Vatikan aufgestellt.«Man benannte die Statue früher Adonis, woraufhin ihm der Ergänzer einen Wurfspieß in die Rechte gegeben hat. Eine andere Erklärung lautet auf Apollo. Sie gründet sich darauf, daß zwei andere Statuen, welche in der Haltung wie in dem Ausdruck an die vatikanische Figur erinnern, an dem das linke Bein stützen- den Stamm apollinische Attribute, die eine eine Schlange, die andere eine Schlange und einen Lorbeerzweig zeigen.(Helbig.) «Der gesenkte Kopf, der Ausdruck des Gesichts und das etwas unordentliche Haar ist nicht gewöhnlich an Apollo; allein es giebt doch mehrere Apollostatuen, die sich wie diese, durch einen eigentümlich schmerzlichen oder wehmütigen Ausdruck unterscheiden, woraus sich eben jene Einzelheiten erklären. Worin die Trauer Apollos ihren Grund habe, ist schwer zu sagen und auch noch nicht befriedigend erklärt.(Friederichs.) Wegen der Sonderstellung unseres Apollo gegenüber den übrigen Apollostatuen hat man auch von der Deutung als Apollo ab- sehen und in der Statue einen der dem Mythenkreis Apollos angehörigen Jünglinge Kyparissos oder Hyakinthos, erkennen wollen. Das Urbild unserer Statue«scheint der Hauptsache nach in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. erfunden zu sein»(Helbig), die Ausführung gehört der hadrianischen Zeit an.

Ergänzt sind die Arme von der Mitte des Oberarms an, das rechte Bein, der linke Fuß. Bouillon II, 12. Clarac IV, 633, 1424 A. Friederichs-W. Nr. 1579. Gal. M. N. II, 96. Helbig I, Nr. 255. Mus. franç. IV. 45. Mus. P. Cl. II, 32. Pir. Mus. Nap. II. 48. Welcker A. K. B. Nr. 32(als Narcissus gedeutet).

Nr. 12. Sogen. Polyhymnia, Hs., Original(Marmor) früher in Villa Borghese, jetzt im Louvre. Nur die untere Hälfte ist antik,