Aufsatz 
Die Antikensammlungen des Großherzoglichen Museums in Darmstadt / Ludwig Buchhold
Entstehung
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20 Religiöses Leben der Alten.

Baum. D. Taf. IV. Burckh. I, 19 d. Bunsen III, 1, 299. Can. II, Taf. 51 53, 55, 56. Durm II, 299. Guhl-K. 506, 507. Uber die Be- urteilung des Hadrian'schen Bauplans durch Apollodorus, den Bau- meister des Trajans-Forums, vergl. Dio Cass. 69, 4.

d. Die Rundtempel.

Diese Tempelform kommt bei den Griechen so selten vor, daß man fast denken sollte, sie gehöre nicht ursprünglich den Griechen an. Adamy A. I, 4, p. 186 bezeichnet sie als hellenistischen Ursprungs. Viel häufiger findet sich die Form bei den Römern angewandt, und zwar sind nach Servius zu Verg. Aen. IX, 408 bes. Vesta, Diana, Merkur und Herkules durch solche Tempel geehrt worden. Vitruv unterscheidet zwei Arten, den Monopteros, einen überdeckten Säulenkranz ohne Cella, und den Peripteros, einen ebensolchen mit runder Cella. Durm II, 301.

K.-M. Nr. 14. Tempel der Vesta(sog. Tempel der Sibylle), korinthischer Peripteros in Tivoli. Der jetzt all- gemein als Vesta-Tempel bezeichnete Bau besteht aus runder Cella mit umlaufender achtzehnsäuliger Halle. Die Cella war mit einem Kuppelgewölbe überdeckt. Errichtet ist er entweder Ende der Republik oder unter Augustus. Die verhältnismäßig gute Erhaltung ist jedenfalls dem Umstande zuzuschreiben, daß der Tempel im Mittelalter als Kirche benutzt wurde.- Von der Inschrift ist L. Gellio L. f. erhalten.

Guhl-K. 509 ff. Daselbst Rekonstruktion nach Valadier Raccolta delle fabbr. di Rom. ant. T. 1, 3. Andere Rekonstruktion bei Adamy A. I, 4, 216. Durchschnitt Guhl-K. 510. Adamy A. I, 4, 218. Vergl. Burckh. I, 23 a.

K.-M. Nr. 13. Sogen. Tempel der Vesta, Peripteros auf dem Forum boarium am Tiber, Mos. S. Von anderen als Tempel der Cybele oder des Herkules Viktor oder des Portunus bezeichnet, jetzt S. Maria del Sole oder S. Stefano delle carozze genannt. Es sind 19 Säulen erhalten, die 20. Säule und das antike Gebälk und die Kuppel fehlen; das Gebäude ist gegenwärtig mit einem nach der Mitte zugespitzten Dache bedeckt. Als es in eine christliche Kirche umgewandelt wurde, erbaute man die Intercolumnien. In diesem Zustand ist der Tempel von Chichi modelliert worden. Erst unter der Herr- schaft Napoleons ist die Vermauerung der Säulenweiten ent- fernt worden.