Aufsatz 
Waren die ersten Christen Kommunisten?
Entstehung
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possédait füt à lui en particulier. Engliſch: Neither said any of them that ought of the things which he possessed was his own. Italieniſch(Giovanni Diodati): E niuno diceva alcuna cosa, di ciòô ch'egli avea, esser sua.

Unſere Stelle, auf dieſe Weiſe erklärt, erinnert einigermaßen an die Antwort, die in Schiller's Tell, freilich unter ganz verſchiedenen Verhältniſſen, Stauffacher dem Landvogte auf deſſen Frage, wem dieſes Haus gehöre, ertheilt, nämlich:Dies Haus, Herr Vogt, iſt meines Herrn des Kaiſers, und eures und mein Lehen.

Beſtätigt wird unſere Anſicht, daß das Eigenthum nicht aufgehoben geweſen ſei, ferner durch Ap. Geſch. 6, 1:In den Tagen aber, da der Jünger viele wurden, erhob ſich ein Murmeln unter den Griechen wider die Ebräer, darum daß ihre Witwen überſehen wurden bei der täglichen Handreichung. Alſo die helleniſtiſchen, d. h. die aus griechiſch redenden Ländern ſtammenden Juden⸗ chriſten(denn an eigentliche Griechen, an Heidenchriſten, iſt hier noch nicht zu denken) glaubten ob mit Recht oder mit Unrecht, bleibt dahingeſtellt, iſt für unſere Frage auch gleichgültig, ihre Witwen, oder überhaupt ihre Dürftigen erhielten weniger Unterſtützung als die der paläſtinenſiſchen Judenchriſten. Von ſolchen Unterſtützungen könnte nicht die Rede ſein, wenn alles Gut gemeinſchaftlich geweſen wäre.

Als die Apoſtel, die bis dahin alles, ſowohl die Lehre als auch die Unterſtützung der Armen, beſorgt hatten, von jener Unzufriedenheit hörten, veranſtalteten ſie es, daß beſondere Armenpfleger gewählt wurden.

Kann nun, nach all dieſem, noch irgend die Anſicht beſtehen, als ſeien die erſten Chriſten Kommuniſten geweſen?

Es glauben nun aber manche eine Anſicht, die auch Neander nicht ganz abweiſt in der allererſten Zeit(Ap. Geſch. 2) habe wirklich vollkommene Gütergemeinſchaft beſtanden; ſpäter aber, vielleicht nach wenigen Jahren, ſei dieſe, als man doch gefunden, daß ſie ſich unter den gegebenen Verhältniſſen nicht wohl durchführen laſſe, aufgehoben und nur noch eine Hülfskaſſe gegründet worden. Ich glaube das nicht. Die Schenkung des Barnabas, der Vorfall mit Ananias gehören in die allererſten Jahre nach der Gründung der chriſtlichen Kirche, vielleicht in das zweite Jahr. Daß zur Zeit jener Schenkung keine Gütergemeinſchaft beſtand, iſt, denke ich, nachgewieſen. Daß die dem Berichte über die Schenkung vorhergehenden Wortewie viele ihrer waren, die da Acker oder Häuſer hatten, verkauften ſie dieſelben nicht in der Allgemeinheit, wie es der Ausdruck zu verlangen ſcheint, zu verſtehen ſind, daß der Verfaſſer der Apoſtelgeſchichte vielmehr nur ſagen will, viele hätten Acker oder Häuſer verkauft, iſt hiernach klar. Darum hindert nichts zumal da außerdem, wie wir ge⸗ ſehen, vieles dafür ſpricht, auch Kap. 2, 44. 45 die Worte:Ihre Güter und Habe verkauften ſie ebenſo zu faſſen. Hätte wirklich in der allererſten Zeit volle Gütergemeinſchaft beſtanden, wäre dieſe Einrichtung aber ſpäter was ſpäteſtens bis zum dritten Jahre nach Gründung der Gemeinde hätte geſchehen müſſen aufgehoben worden: ſo wäre es doch ſehr auffallend, daß wir in der Apoſtelgeſchichte gar nichts von dieſer durchgreifenden Änderung erwähnt finden. Alſo auch das möchte ich nicht zugeſtehen, daß irgend einmal, wenn vielleicht auch nur wenige Jahre lang, noth⸗ wendige Bedingung zum Eintritt in die Gemeinde der Verkauf des Eigenthums geweſen ſei.

Wenn uns nun dies auch zugegeben wird, ſo könnte von Verfechtern des chriſtlichen Kommu⸗ nismus vielleicht noch folgende Einwendung gemacht werden.