Aufsatz 
Über die Benutzung der Freizeit zur Anlegung und Pflege von Sammlungen
Entstehung
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Arten von Sammlungen hätten thun können, noch anführen, daß der eifrige Sammler ſich wohl auch mit Liebe, und darum mit Erfolg, darin übt, manche ſeiner Gegenſtände nach der Natur abzuzeichnen.

Außer und neben Herbarien können auch Sammlungen von Früchten und Samen, von Blättern nach ihren Formen, namentlich auch von Blättern ſolcher Pflanzen, bei denen hierin eine große Mannichfaltigkeit herrſcht, wie Epheu, manche Skabioſen, Hieracien u. ſ. w., ferner von Holzarten angelegt werden. All dies iſt mehr als ein bloßer unſchädlicher Zeit⸗ vertreib. Ebenſo iſt das Ziehen von Pflanzen aus Samen eine ſinnige Beſchäftigung, die zu gar vielen Beobachtungen Anlaß gibt.

Steine zu ſammeln iſt jetzt bei unſerer männlichen Jugend Mode. Vor dreißig Jahren wußte die hieſige Knaben⸗ welt kaum noch etwas davon. Mode iſt es beſonders, ſeit⸗ dem wir hier Gelegenheit haben, in ausgezeichnet ſchönem Vortrage von einem gründlichen Kenner reiche Belehrungen über das dritte Naturreich zu empfangen. Aber da regt ſich, im Hinblick auf die leicht zu leitende und zu verleitende Jugend, ein Bedenken. Sind nicht beſonders ſeit neuerer Zeit auch gewiſſe Meinungen unter uns bekannt geworden, Mei⸗ nungen, die mit der Miene ſicherer, feſter Glaubensſätze auftreten, z. B. über Ewigkeit und alſo Unerſchaffenheit der Stoffe, Meinungen, geeignet, die Grundlagen des chriſt⸗ lichen Glaubens, ja des Glaubens an Gott zu erſchüttern, den Troſt eines Lebens nach dem Tode zu rauben, und ſomit auch die wahre Sittlichkeit zu untergraben? Will es nicht ſcheinen, als ob nach jener Anſicht der Glaube an Gott als ein thörichter Wahn gelte? Allerdings iſt es ſo. Aber ſcheue dich nicht, du treuer Erzieher, auch auf dem dritten Reiche der Natur die Blicke deines Zöglings weilen zu