Aufsatz 
Über die Benutzung der Freizeit zur Anlegung und Pflege von Sammlungen
Entstehung
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laſſen. Gib du ihm nur den feſten Glaubensgrund; ſorge, daß du auch ihm, wie Paulus ſeinem Timotheus, ſagen könneſt(2. Tim. 3, 15):Weil du von Kind auf die heilige Schrift weißt, kann dich dieſelbige unterweiſen zur Seligkeit, durch den Glauben an Chriſto Jeſu; zeige ihm in deinem eigenen Leben, daß auch du in dieſem Glauben feſt ſteheſt; ſage ihm, daß uns Gott in der Natur viele, viele Räthſel bietet, an deren Löſung die Menſchen ſeit Jahrtauſenden ihren Verſtand verſuchen, die uns aber, wenigſtens theil⸗ weiſe, wohl Räthſel bleiben werden, ſo lange wir Menſchen bleiben; weiſe ihn, auch mit Bezug auf dieſe Räthſel, auf das Wort Gellerts hin:Dort werd' ich das im Licht er⸗ kennen, was ich auf Erden dunkel ſah. Und dann laſſe ihn immerhin Steine betrachten und ſammeln, recht gründlich und eifrig. Auch von den foſſilen Konchylien unſerer Kalkhügel braucht er ſeinen Blick nicht abzuwenden; und wenn er auch erfahren ſollte, daß offenbar weit mehr als ſechs⸗ tauſend Jahre dahingeſchwunden ſind, ſeit dieſe gelebt haben: ſo liegt in dieſer Thatſache allein noch keine Erſchütterung unſeres Glaubens. Sei darin nicht zu ängſtlich! Jene Meinungen ſind auch ſchon früher dageweſen; ſie werden, wie damals, wieder ſchwinden und andern Meinungen Platz machen. Die ewige Wahrheit aber bleibt ewig unerſchüttert ſtehen. Die Naturforſchung und Beobachtung allein kann nicht alle Wahrheit erkennen. Recht ſchön hat ſich hierüber in einer im Jahre 1855 beim Jahresfeſte der Sencken⸗ bergiſchen naturforſchenden Geſellſchaft gehaltenen Rede über die Gebietsgrenzen der Naturwiſſenſchaften unſer ehrwürdiger Mitbürger Herr Geh. Hofrath Dr. Stiebel geäußert. Er ſagt unter Anderm:[Wir können]nicht in Abrede ſtellen, daß es in der Natur erkennbare Objekte geben mag, für welche auch unſere Organiſation keinen Sinn hat, alſo keinen