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Repräſentanten der verſchiedenen Familien oder Gattungen. Wir wollen dagegen nichts ſagen; aber von ſolchen Arten von Sammlungen, die mit beſtimmter Beziehung auf den Beruf, oder auf das, was man manchmal einſeitig das „Leben“ nennt, angelegt werden, ſprechen wir überhaupt hier nicht. Es kommt uns ja gerade darauf an, ob ein reines, nicht in irgend einer Weiſe durch den künftigen Broterwerb bedingtes Intereſſe vorhanden iſt und wie ſich dieſes äußert. Und da ſcheint es nun faſt, als ob das Pflanzenſammeln vielen Knaben eine zu wenig kräftige, das Einlegen eine zu viel Sorgfalt erfordernde Beſchäftigung zu ſein dünkt. Dort fliegt ein ſchöner Schmetterling; da gilts nun, mit Liſt und Schnelligkeit ſeiner habhaft zu werden. Aber die Blume ſteht gutmüthig auf der Wieſe und läßt ſich ohne Widerſtand pflücken oder ausſtechen, und nur etwa die im Waſſer oder
an ſteilen Felſen wachſende fordert den Muth heraus und
ſcheint zu ſagen:„Hole mich, wenn du dich getrauſt!“ Wenn aber auch Knaben, wie es nicht ſelten der Fall iſt, etwa auf Spaziergängen mit einem Lehrer, der ſelbſt Pflanzen ſammelt, dabei wohl eifrig behülflich ſind, ſo fehlt ihnen doch häufig zum ſorgfältigen Einlegen und wiederholten Umlegen Geduld und vielleicht auch Schönheitsſinn. Es kommt wohl eher vor, daß Mädchen ſich wirklich ſchöne Herbarien anlegen, daß ſie z. B. die getrockneten Pflanzen, je nach der Farbe ihrer Blüte, mit feiner Wahl in ver⸗ ſchieden gefärbtes Naturpapier legen. Doch von Mädchen ſprechen wir hier nicht weiter. Wenn ein Knabe, ohne Rückſicht auf ſeinen künftigen Beruf und ohne Geheiß, eine ſchöne Sammlung getrockneter Pflanzen zu Wege gebracht hat, ſo iſt das ein Zeichen, daß er ein feinfühlender, ſinniger Menſch iſt. Es iſt dieſe Liebhaberei, wo ſie ſich findet, nur zu fördern. Auch hierbei verkehrt der Sammler viel im


