Aufsatz 
Über die Benutzung der Freizeit zur Anlegung und Pflege von Sammlungen
Entstehung
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einheimiſcher Konchylien durch lebende Arten ſich kaum noch mehren zu wollen, ſo geben ihm die ausgeſtorbenen Arten im Grobkalk unſerer nahen Hügel neue Nahrung und neuen Stoff zur Bereicherung ſeiner Sammlung und ſeiner Kenntniß. 8

Aber auch an ausländiſchen Formen wird es ſeiner Sammlung nicht lange fehlen; ſind ja doch z. B. die ſchön⸗ gezeichneten glatten Porzellanſchnecken ſo häufig und ſo wohl⸗ feil zu kaufen. Ueber Schenkungen zur Vermehrung der Sammlungen iſt ſchon oben geſprochen worden. Bei Konchylien verhält ſichs aber damit doch etwas anders als z. B. bei Käfern. Es kommt wohl nicht leicht vor, daß ein einzelner oder einige wenige ausländiſche Käfer einem Knaben, der dieſer Ordnung der Inſekten noch keine Aufmerkſamkeit gewidmet hat, geſchenkt wird, ſondern ſogleich eine ganze Sammlung. Dagegen einzelne wenige ausländiſche Konchylien, wie ſie auch als Schmuck der Zimmer aufgeſtellt werden, erhält wohl ein Knabe, ohne jenen Hintergedanken, daß er dadurch zum Sammeln angeregt werden ſollte, zum Geſchenk; und da mag es denn manchmal ſchon vorgekommen ſein, daß er, nachdem er eine Zeitlang ſich bloß an dem ſchönen Ausſehen gefreut, nun gerade durch dieſe ſeine Schätze darauf geführt wird, daß ja auch bei uns ähnliche, wenn auch nicht ſo ſchöne, zu finden ſeien.

Pflanzenſammlungen, ſogenannte Herbarien, legen ſich wohl ſolche Knaben an, die ſchon einen beſtimmten Beruf gewählt haben und glauben, es ſei dies für ihr künftiges Geſchäft förderlich, alſo z. B. ſolche, die Blumen⸗ gärtner, Apotheker, Lehrer werden wollen. Dieſe werden denn auch die Sache, je nach den vermeintlichen Bedürfniſſen, verſchieden betreiben: der Gärtner wird beſonders auf Zier⸗ pflanzen ſehen, der Apotheker auf officinelle, der Lehrer auf